Frankfurt - Eintracht Frankfurt gewinnt zum dritten Mal nacheinander, schlägt den 1. FC Kaiserslautern 3:0 und etabliert sich im Mittelfeld der Tabelle. Garant für den Aufschwung ist Stürmer Theofanis Gekas. In der Pfalz erzielte der Grieche seine Saisontreffer sechs und sieben und führt nun zusammen mit dem Pappis Cissé vom SC Freiburg die Torjägerliste der Liga an.

Michael Skibbe kennt die Qualitäten von Theofanis Gekas sehr gut. Schon bei Bayer Leverkusen arbeitete der Trainer von Eintracht Frankfurt mit dem Angreifer zusammen. "Er ist ein unglaubliches Schlitzohr vor dem Tor", sagt Skibbe: "Er weiß immer genau, wann er wohin zu laufen hat." Auch am Sonntag auf dem Betzenberg war das so.

Frenetisch gefeiert von den Frankfurter Fans

Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Gekas zum richtigen Zeitpunkt zur Führung nach einem schönen Konter über Jung und Ochs. Und auch bei seinem zweiten Treffer war er im Strafraum instinktiv schneller am Ball als die Lauterer Abwehrspieler und schob zum vorentscheidenden 2:0 ein (67.).

Als Gekas zehn Minuten vor dem Abpfiff ausgewechselt wurde, feierten ihn die Frankfurter Fans. Der für den 30-Jährigen eingewechselte Alexander Meier traf noch zum 3:0 Endstand (84.) für die Frankfurter.

Gekas überzeugt mit Effektivität

Gekas hat alle überzeugt in Frankfurt. Er besticht nicht durch großen Laufaufwand, sondern durch Effektivität. Von den letzten zehn Toren der Eintracht machte Gekas sieben, drei davon per Kopf. Schon vier Mal traf er zum wichtigen 1:0.

Auch der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen lobt den Torjäger, der in der Saison 2006/07 mit 20 Treffern für den VfL Bochum Torschützenkönig der Bundesliga wurde.

"Wir haben ihn als Torjäger geholt, diese Aufgabe hat er eindrucksvoll gelöst", sagte Bruchhagen nach dem Erfolg in Kaiserslautern. Nach seiner Zeit in Bochum spielte Gekas für Leverkusen, wechselte dann leihweise zu Hertha BSC Berlin, bevor er bei der Eintracht vor dieser Saison einen Vertrag unterschrieb.

Bescheidener Goalgetter

Gekas macht nicht so viele Worte um sich und seine Leistung, er spricht auch nach etwas mehr als vier Jahren nur wenig Deutsch. Nach dem Spiel in Kaiserslautern übersetzte sein Landsmann und Eintracht-Profi Ioannis Amanatidis für die Journalisten die wenigen Sätze von Gekas.

"Ich habe kein Geheimnis", sagte der: "Ich will der Mannschaft nur helfen." In der griechischen Nationalmannschaft will Gekas nicht mehr spielen. Der Routinier kann sich also voll auf seine Aufgabe bei Eintracht Frankfurt konzentrieren. Bisher hat das toll geklappt, Gekas ist so etwas wie die Lebensversicherung der Eintracht in der Bundesliga.

Tobias Schächter