München - "Ich will gewinnen, wie in den anderen Spielen auch", lässt Fürths Trainer Mike Büskens vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 (Samstag, ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) keine Zweifel über seine Professionalität aufkommen, immerhin trifft er am Samstag Abend auf seinen Ex-Club, für den er sowohl als Spieler, als auch als Trainer tätig war.

Doch das Spiel von Greuther Fürth gegen die "Königsblauen" ist nicht nur für den Trainer der "Kleeblätter" eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit.

"Ich habe mich sofort verliebt"



Mit Gerald Asamaoah und Edu gibt es zwei weitere Fürther die schon das Schalker Trikot überstreiften, Zweitgenannter wurde erst vor etwas mehr als zwei Wochen vom Revierklub an den Aufsteiger ausgeliehen. Asamoahs Erinnerungen an seine Zeit im Trikot der Knappen (1999-2010) sind durchwegs positiv: "Ich war vom ersten Tag an in diesen Verein verliebt und werde immer Schalker bleiben." Der Ex-Nationalspieler ist Mitglied der Schalker Ehrenkabine und noch heute einer der Fanlieblinge in Gelsenkirchen.

Aus sportlicher Sicht hat Neuzugang Edu größere Chancen gegen seinen Ex-Club aufzulaufen und damit gleichzeitig sein Pflichtspiel-Debüt für die Fürther zu geben. Er soll den verletzten Djibi Fall im Angriff ersetzen. Büskens streut dem Brasilianer bereits vor seinem ersten Einsatz im "Kleeblatt"-Trikot Rosen: "Ich bin sehr froh, dass dieser Transfer in letzter Minute geklappt hat. Edu bringt große internationale Erfahrung mit und kennt die Bundesliga aus dem Effeff. Er kann dazu beitragen, unsere junge, teilweise noch bundesliga-unerfahrene Mannschaft zu stabilisieren." Asamoah, der in dieser Saison noch ohne Liga-Einsatz ist, darf zumindest auf einen Kurzeinsatz hoffen.

Stevens hat Respekt vor Fürth



Schalkes Trainer Huub Stevens, der 1997 mit dem damaligen Spieler Mike Büskens den UEFA-Cup nach Gelsenkirchen holte, trainierte auch noch Gerald Asamoah. Der Niederländer zeigt vor dem direkten Aufeindertreffer mit seinen Ex-Schützlingen großen Respekt: "Greuther Fürth lebt nicht nur von der Euphorie. Sie haben in Mainz gezeigt, dass sie gut Fußball spielen können. Dort standen sie sehr kompakt und haben immer wieder schnell nach vorne gespielt."

Stevens muss in Fürth auf Angreifer Ciprian Marica verzichten. Der Rumäne fällt wegen muskulärer Probleme aus, ebenso Torwart Timo Hildebrand, der immer noch an einer Knieverletzung laboriert und erneut von Lars Unnerstall vertreten wird. Auch Chinedu Obasi (Aufbautraining) und Christoph Metzelder (Fingerverletzung) stehen noch nicht wieder im Kader.



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