Eine Würstchenbude ging in Rauch auf, aber Schalke 04 ließ nichts anbrennen.

Ungefährdet setzte sich der Bundesliga-Dritte in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 3:0 (1:0) beim Oberligisten FC Homburg durch und war sofort Feuer und Flamme für seinen Rekordeinkauf Jefferson Farfan. "Man hat gesehen, dass er den Unterschied ausmachen kann", lobte Manager Andreas Müller den Matchwinner.

Die Neuverpflichtung von der PSV Eindhoven geholt, hatte die Königsblauen fast im Alleingang in die zweite Runde geführt. Sein Kopfballtor wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ebnete den Weg zum Pflichtsieg und einer gelungenen Generalprobe für das Champions-League-Qualifikationsspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) gegen Atletico Madrid.

Sieg schnell abgehakt

Mit einer mustergültigen Flanke auf den Kopf des eingewechselten Halil Altintop leitete der Peruaner in seinem ersten Pflichtspiel für die Köbnigsblauen zudem das entscheidende 2:0 ein (55.). "Er ist auch mit Ball sehr schnell und hat den Drang zum Tor. Dem Jungen kann man schon zuschauen", urteilte Müller über den 23-Jährigen, der schon vor dem Führungstor die größte Schalker Chance vorbereitet hatte: Seine Hereingabe konnte Ivan Rakitic allerdings aus kürzester Distanz nicht verwerten.

Farfan, der seinen gelungenen Einstand bei den Königsblauen schweigend genoss, bescherte dem neuen Trainer Fred Rutten ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt. Der Niederländer, der den Gelsenkirchenern endlich den Traum von der achten Meisterschaft erfüllen soll, hakte den ersten Sieg unter seiner Regie schnell ab. "Solche Spiele sind immer ganz schwer, als große Mannschaft kannst du da eigentlich nur verlieren", sagte der 45-Jährige: "Überall auf der Welt passieren im Pokal Überraschungen, aber wir haben keine geliefert."

Schrecksekunde wegen Kuranyi

Dass sich sein Team bis zum ersten Duell mit Atletico noch deutlich steigern muss, entging Rutten nicht. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht", bemängelte er. Auch sein Landsmann Orlando Engelaar, die zweite namhafte und teure Verstärkung der Schalker, war noch nicht zufrieden. "Es war für uns eine schwierige erste Hälfte. Uns ist es nicht gelungen, ein frühes Tor zu erzielen", sagte der Mittelfeldspieler, der dem Spiel noch nicht wie gewünscht seinen Stempel aufdrückte.

Eine Schrecksekunde erlebten die Schalker noch kurz vor dem Abpfiff. Nach einem Zweikampf mit dem Homburger Kirsch blieb Schalke-Stürmer Kevin Kuranyi am Boden liegen. Der Stürmer verletzte sich am Sprunggelenk, spielte aber bis zum Ende durch.

Kapselverletzung bei Kuranyi

"Ich wollte der Mannschaft helfen und nicht, dass sie in Unterzahl zu Ende spielen muss", sagte der deutsche Nationalspieler. Der Angreifer zog sich in dieser Szene eine Kapselverletzung zu.

"Die Bänder scheinen heil zu sein. Stand heute ist sein Einsatz gegen Atletico nicht gefährdet", so Mannschaftsarzt Dr. Bernd Brexendorf am Samstag.