Uwe Rösler ist nach dem Spiel mit seiner Mannschaft zufrieden - © HansjÒ¼rgen Britsch via www.imago-images.de/imago images/Pressefoto Baumann
Uwe Rösler ist nach dem Spiel mit seiner Mannschaft zufrieden - © HansjÒ¼rgen Britsch via www.imago-images.de/imago images/Pressefoto Baumann
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Auch ohne Sex-Appeal: Uwe Rösler feiert ersten Sieg mit Fortuna Düsseldorf

Irgendwie hatte sich Uwe Rösler einen reizvolleren Premieren-Dreier erhofft. "Das war vielleicht nicht attraktiv. Das war vielleicht nicht sexy", sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf, der sich für seinen ersten Sieg an der Seitenlinie der Bundesliga allerdings nicht entschuldigen wollte: "Aber es war erfolgreich."

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Und nicht nur das. Angesichts des Trubels in den Tagen zuvor war das souveräne 2:0 (1:0) der Fortuna beim SC Freiburg sogar ziemlich erstaunlich. Die abstiegsgefährdeten Düsseldorfer, die zuletzt am ersten Spieltag auswärts gewonnen hatten, holten ihren ersten Rückrunden-Sieg trotz des angekündigten Abschieds von Sportvorstand Lutz Pfannenstiel zum Saisonende.

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Tatsächlich wirkte die Mannschaft des Drittletzten, die nunmehr 20 Punkte auf dem Konto hat, trotz der zurückliegenden Talfahrt alles andere als verunsichert. Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion sahen eine abgeklärte Fortuna, die dank der Treffer von Andre Hoffmann (37.) und Erik Thommy (61.) als verdienter Sieg vom Platz ging.

"Es war ein Sieg der Mentalität. Das Spielsystem hat gut funktioniert", lobte Pfannenstiel die Profis und den Trainer. Der scheidende Sportvorstand, der "ausschließlich private Gründe" für seinen Abschied angegeben hatte, sieht das Team für die Wochen der Wahrheit mit den Partien gegen Hertha BSC, den 1. FSV Mainz 05, den SC Paderborn und den 1. FC Köln bestens gerüstet.

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"Es war ein perfekter Start in unsere 'Mini-Liga' mit sehr wichtigen Punkten", gab Pfannenstiel zu Protokoll: "Wir können in den nächsten Wochen alle mit unten reinziehen, gegen die wir spielen. Das ist das Ziel."

Die Spieler sehen das ähnlich. "Der Sieg gibt uns Auftrieb. In den nächsten Tagen werden uns viele Dinge ein bisschen leichter fallen", sagte Angreifer Rouwen Hennings. Für seinen Sturmkollegen Kenan Karaman war beim Comeback nach dreieinhalb Monaten klar, dass "wir diesen Sieg gebraucht haben".

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Torschütze Thommy hob allerdings mahnend den Zeigefinger. "Der Sieg tut in unserer Situation sehr gut. In den vergangenen Wochen haben wir uns nicht für unseren Aufwand belohnt - diesmal hat es geklappt", äußerte der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Mittelfeldspieler: "Aber Spaß beim Blick auf die Tabelle werde ich erst am 34. Spieltag haben - wenn wir drei Mannschaften hinter uns gelassen haben."