Am 15. August hat das lange Warten ein Ende: Die Bundesliga startet in die Saison 2008/09. Der große Favorit auf den Titel ist erneut der FC Bayern München.

Doch wie immer gibt es ein paar Mannschaften, die dem Rekordmeister Paroli bieten wollen. bundesliga.de sagt Ihnen, in welcher Form sich die "Bayern-Jäger" befinden.

Werder Bremen

Auch der Vorjahres-Zweite Werder Bremen hat gute Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. In der Vorbereitung präsentierte sich das Team von Trainer Thomas Schaaf bei sechs Siegen aus sechs Spielen makellos.

Prödl steht bereit

Dass Werder auch ohne den nach München gewechselten Tim Borowski erfolgreich spielen kann, hat es schon letztes Jahr bewiesen, als der deutsche Nationalspieler nur 21 Spiele für die Norddeutschen bestreiten konnte. Auch der Ausfall von Per Mertesacker (Knie-OP) sollte keine allzu großen Sorgen bereiten. Neuzugang Sebastian Prödl (1,94 Meter) hat sich in den Testspielen gut eingefügt und mit zwei Toren gegen Aris Sloniki auch seine Kopfballstärke bewiesen.

Im Sturm hingegen soll aber noch ein Neuer kommen, fordert Torsten Frings. Nach dem Wechsel von Ivan Klasnic sei der Angriff mit Almeida, Sanogo, Rosenberg und Harnik zu dünn besetzt, "um 60 Spiele überstehen zu können", erklärte der Mittelfeldspieler. Um diese Forderung bis zum Auftakt in Bielefeld zu erfüllen, bleibt ja noch etwas Zeit.

FC Schalke 04

Nach dem 3. Platz in der vergangenen Saison soll für den FC Schalke 04 dieses Jahr endlich der Titel folgen. Dafür sollen neben dem neunen Trainer Fred Rutten auch die Neuzugänge Jefferson Farfan und Orlando Engelaar sorgen. Eine Garantie für den Titel sind sie aber nicht, was in der Vorbereitung deutlich wurde.

Verletzungspech macht Sorgen

Zwei der sieben Testspiele gingen verloren. Neben einer 0:3-Niederlage gegen den Drittligisten Wuppertaler SV verlor S04 auch gegen Besiktas Istanbul mit 1:2. Gegen die Türken hakte es bei den Schalkern besonders in der Offensive, da Farfan und Nationalstürmer Kevin Kuranyi noch nicht harmonierten.

Hinzu kommt noch Verletzungspech. Verteidiger Mladen Kristajic wird wegen eines Muskelfaserrisses die restliche Vorbereitung verpassen. Stammtorhüter Manuel Neuer fällt wegen eines Mittelfußbruchs sogar mehrere Monate aus. Trotzdem gilt S04 als stärkster Bayern-Verfolger. Im Trend von bundesliga.de sehen 17 Prozent der User "Königsblau" als Meister. Den ersten Härtetest gibt es für Schalke direkt am 1. Spieltag, zuhause gegen Hannover 96.

Hamburger SV

"Die Null muss stehen" lautet das Motto von Huub Stevens. So auch letztes Jahr beim HSV. In 34 Spielen kassierte sein Team nur 26 Gegentore. Allerdings gelangen den Hamburgern nur 47 eigene Treffer. Zu wenig für eine Spitzenmannschaft, findet der neue Trainer Martin Jol.

Taktische Veränderungen

Der Niederländer will die "Rothosen" ab sofort offensiver ausrichten als sein Vorgänger. Eine Kostprobe gab es beim 1:0 gegen Manchester City. Beim fünften Sieg im sechsten Testspiel hat die Mannschaft von der Elbe vor allem in der ersten Halbzeit schnellen Angriffsfußball gezeigt.

Die taktischen Veränderungen zogen jedoch kaum personelle nach sich. Der Kader ist fast identisch mit dem der letzten Saison. Lediglich Dennis Aogo und Jonathan Pitroipa vom SC Freiburg sind verpflichtet worden und wussten direkt zu überzeugen. "Ich bin sehr optimistisch, dass sie uns weiterhelfen können", sagte Jol. Wie sehr die beiden dem HSV bei der "Bayern-Jagd" helfen können, wird sich schon am 15. August zeigen: beim Eröffnungsspiel in München.

VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg will nach dem überraschenden 5. Platz letztes Jahr weiter nach oben. Dafür hat Felix Magath auch diesen Sommer wieder ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Namhafteste Neuzugänge sind Zvjezdan Misimovic aus Nürnberg und die beiden Weltmeister Andrea Barzagli und Cristian Zaccardo von Palermo.

Sorgen bei Zaccardo

Letzterer hat seine Verpflichtung direkt im ersten Einsatz gerechtfertigt. Beim Sieg gegen RCD Mallorca erzielte der italienische Verteidiger den entscheidenden Treffer. Das 1:0 über die Spanier ist bereits der neunte Triumph der "Wölfe" im elften Testspiel.

Von Verletzungen ist die Werkself bisher größtenteils verschont geblieben. Einzig Zaccardos Landsmann Barzagli, dem Magath "eine Riesenqualität" bescheinigt, konnte noch nicht für seinen neuen Verein spielen. Er hat nach einer Knieverletzung noch Trainingsrückstand. Ob es für den Innenverteidiger aber schon mit dem Auftakt im Heimspiel gegen den 1.FC Köln klappt, ist fraglich.