Bundesligist 1. FC Nürnberg und FCN-Spieler Raphael Schäfer haben während der mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt den Einspruch gegen die Sperre des Torhüters zurückgezogen.

Damit ist die vom DFB-Sportgericht im Einzelrichter-Verfahren ausgesprochene Sperre von vier Meisterschaftsspielen der Lizenzligen rechtskräftig.

Tritt gegen Misimovic

Das DFB-Sportgericht hatte den Nürnberger gestern im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung mit entsprechender Sanktion belegt, woraufhin der Spieler eine mündliche Verhandlung beantragt hatte.

Nach Auswertung der vorliegenden Fernsehbilder des Bundesliga-Spiels VfL Wolfsburg gegen 1. FC Nürnberg vom vergangenen Samstag sah es das Sportgericht als erwiesen an, dass Raphael Schäfer seinem Gegenspieler Zvjezdan Misimovic in der 90. Minute auf dem Boden liegend mit dem linken Bein in den Unterleib getreten hatte.

Schiedsrichter Markus Schmidt hatte gegenüber dem Kontrollausschuss erklärt, diesen Vorgang nicht gesehen zu haben, weshalb der Kontrollausschuss nachträglich ermitteln und Anklage erheben konnte. Vor dem Sportgericht bekräftigte Schmidt seine Aussage noch einmal.