Zusammenfassung

  • James bringt den FC Bayern bei S04 auf die Siegesstraße.

  • Der Top-Star nähert sich seiner Top-Form.

  • Königsblau liegt dem kolumbianischen Nationalspieler.

Gelsenkirchen - James Rodriguez war beim 2:0 (1:0)-Sieg des FC Bayern München auf Schalke der überragende Spieler. Gegen die Knappen erzielte er in der vergangenen Saison auch seinen ersten Treffer für den Rekordmeister.

Man könnte scherzhaft behaupten, dass sie ihm in Gelsenkirchen wohl niemals einen herzlichen Empfang bereiten werden. Wer zweimal mit dem FC Bayern gegen S04 spielt, zweimal einen starken Auftritt hinlegt und zweimal trifft, der hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Beim Gegner - aber natürlich auch bei den eigenen Fans.

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"Auf diesem Weg will ich weitergehen"

Der 27-Jährige verlieh den Worten seines Trainers Gültigkeit. Niko Kovac sagte bereits am Freitag: "Nach vorne kann er alles, da muss man ihm gar nichts mitteilen." Tags darauf: Bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der Bundesliga in dieser Saison benötigte James lediglich sieben Minuten, bis er im Spiel ankam. Joshua Kimmich flankte eine Ecke vor das Tor, er stieg hoch und köpfte zur 1:0-Führung ein. "Im Training üben wir viele Flanken und das sieht man nun in unseren Spielen", kommentierte der kolumbianische Nationalakteur ganz nüchtern.

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Bereits am 3. Spieltag traf er nach seiner Einwechslung gegen Leverkusen. Um die Partie nicht zu verpassen, verzichtete James sogar auf seine Reise zum Länderspiel. Eine bewusste Entscheidung, um Minuten im Bayern-Trikot zu sammeln - damit er sich besser in das System von Kovac einfügen kann. "Von Tag zu Tag, von Training zu Training fühle ich mich besser und bin auf einem guten Level. Auf diesem Weg will ich weitergehen", betonte der WM-Torschützenkönig von 2014.

James Rodriguez erzielt das 1:0 © gettyimages / Maja Hitij

Schaltzentrale

Das "gute Level", von dem er sprach, ließ sich auf Schalke an den Zahlen ablesen. Den ersten Treffer erzielte James, zudem wurde er vor dem Elfmeter, den Robert Lewandowski zum 2:0-Endstand verwandelte, im Strafraum gefoult. Sieben Torschussvorlagen, drei Torschüsse - James war die Schaltzentrale in der Offensive des Rekordmeisters.

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Der gesamte Eindruck war stark genug, um die Szene zu überstrahlen, über die er im Nachgang vielleicht schmunzeln kann: Nach überragender Vorarbeit von Franck Ribery schoss James am leeren Kasten vorbei. Das ging in der allgegenwärtigen Begeisterung über den Südamerikaner aber unter. Das Urteil seines Trainers: "Er ist ein toller Fußballer."