
Matanović trifft doppelt: Freiburg dreht Spiel gegen St. Pauli
Der SC Freiburg hat beim FC St. Pauli mit 2:1 (0:1) gewonnen. Danel Sinani (24.) brachte die Hausherren in Führung. Igor Matanović (65., 78.) drehte die Partie mit einem Doppelpack gegen seinen ehemaligen Verein.
Der FC St. Pauli empfing den Sport-Club Freiburg am 27. Spieltag der Bundesliga mit großen Hoffnungen. Nach vier Heimniederlagen zu Saisonbeginn hatten die Kiezkicker zuletzt eine Serie von sechs ungeschlagenen Bundesliga-Heimspielen hingelegt.
Die Breisgauer kamen hingegen mit durchwachsener Auswärtsbilanz ans Millerntor - in den fünf Bundesliga-Auswärtsspielen im Jahr 2026 holte das Team von Trainer Julian Schuster nur einen Punkt. Dafür hatten sie unter der Woche in der Europa League mit einem beeindruckenden 5:1 gegen Genk das Viertelfinale erreicht.
Mathias Knutsen Rasmussen kehrte nach fünfwöchiger Verletzungspause in die Startelf der Hamburger zurück, während Schuster auf die erfolgreiche Formation vom Europa-League-Spiel vertraute.
St. Pauli dominiert die erste Hälfte
Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus dem Breisgau, die mehr Ballbesitz verzeichneten. Jan-Niklas Beste hatte bereits in der 3. Minute die erste Chance, verzog aber knapp. Mit zunehmender Spieldauer übernahm St. Pauli die Kontrolle.
Die Kiezkicker spielten mutig nach vorne und wurden in der 24. Minute belohnt: Nach einer Ecke von rechts setzte sich Tomoya Andō im Kopfballduell gegen Matthias Ginter durch, und Danel Sinani reagierte am schnellsten, um den Ball aus kurzer Distanz ins Netz zu spitzeln.
Die Hausherren blieben auch nach der Führung die aktivere Mannschaft und hätten durch Arkadiusz Pyrka (36.) und Hauke Wahl (37.) erhöhen können. Kurz vor der Pause hatte Freiburg noch eine gute Chance durch Igor Matanović, der nach einem Vincenzo Grifo-Eckball per Kopf knapp daneben zielte (45.).
Matanović dreht die Partie in Durchgang zwei
Zur zweiten Halbzeit wechselte Schuster doppelt: Cyriaque Kalou Bi Irié ersetzte Beste und Philipp Lienhart kam für Ogbus. Die Änderungen zeigten sofort Wirkung. Freiburg übernahm die Kontrolle und erarbeitete sich mehrere gute Gelegenheiten.
Igor Matanović scheiterte in der 53. Minute an Nikola Vasilj, auch Grifo (55.) und Suzuki (56.) kamen zu Abschlüssen. In der 65. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich: Nach einer abgefälschten Grifo-Flanke drückte Matanović den Ball aus 20 Metern ins Netz. Der ehemalige St. Pauli-Spieler verzichtete aus Respekt auf einen ausgelassenen Torjubel. St. Pauli wirkte nun verunsichert und geriet zunehmend unter Druck.
In der 76. Minute jubelte Freiburg über ein vermeintliches Tor von Cyriaque Irié, das jedoch wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde. Doch nur zwei Minuten später war es erneut Matanović, der nach einem abgewehrten Schuss von Irié goldrichtig stand und zum 2:1 abstaubte (78.). Trotz mehrerer Wechsel und sieben Minuten Nachspielzeit gelang den Hausherren kein Ausgleich mehr.
Man of the Match: Igor Matanović
Igor Matanović wurde zum Matchwinner für den SC Freiburg gegen seinen ehemaligen Verein. Der Stürmer, der 13 Jahre lang für St. Pauli spielte und dort zum Profi reifte, erzielte beide Treffer für die Breisgauer und drehte damit die Partie. Sein erster Treffer in der 65. Minute war ein platzierter Schuss aus 20 Metern, sein zweiter ein typisches Stürmertor nach einem abgewehrten Schuss von Irié. Mit fünf Torschüssen war er der gefährlichste Spieler auf dem Platz und gewann zudem 15 Zweikämpfe - mehr als jeder andere. Aus Respekt vor seinem Jugendverein verzichtete er auf überschwängliche Jubelfeiern nach seinen Toren.
Bundesliga Match Facts
xGoals: St. Pauli 0,91 - Freiburg 2,02
Schnellster Spieler: Arkadiusz Pyrka (STP), 34,52 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Igor Matanović (SCF), 4,3 Prozent
Most Pressed Player: Danel Sinani (STP), 26 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Mathias Pereira Lage (STP), +5,12
Fantasy Heroes: Igor Matanović (Sport-Club Freiburg, 450 Punkte), Danel Sinani (FC St. Pauli, 270 Punkte), Noah Atubolu (Sport-Club Freiburg, 183 Punkte)
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