
Großer Kampf, keine Tore zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV
Zwei kämpferisch starke Teams, zwei unterschiedliche Halbzeiten und am Ende ein gerechtes Remis: Der FC St. Pauli und der Hamburger SV haben sich im großen Stadtderby torlos – vor allem aber intensiv – getrennt. Für beide Mannschaften war es dennoch nur ein kleiner Schritt aus der Problemzone.
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Die Ausgangslage war für beide Clubs aus der Hansestadt schwierig, das Derby in erster Linie auch ein Kellerduell. Denn sowohl der FC St. Pauli mit zwei Niederlagen gegen Wolfsburg und Dortmund als auch der Hamburger SV, der nach einer Niederlage gegen Freiburg gegen Gladbach wenigstens einen Punkt holte, waren wenig erfreulich ins neue Jahr gestartet.
St. Pauli stand sogar erstmals seit dem Wiederaufstieg 2024 auf dem letzten Tabellenplatz. Zudem traf die zweitschlechteste Heimmannschaft auf das schlechteste Auswärtsteam. Der HSV sammelte zuvor erst zwei Zähler in der Fremde, ist immer noch der einzige Club in der Liga ohne Auswärtssieg.

HSV beginnt stark, St. Pauli kommt im zweiten Durchgang
Verständlich, dass da auf dem Platz in erster Linie Kampf angesagt war – und den wussten zunächst die Gäste besser anzunehmen. 63 Prozent der Zweikämpfe gewannen der HSV, kontrollierte vor der Pause das Spiel. "In der zweiten Halbzeit hat es nicht mehr so gepasst", analysierte Rothosen-Coach Merlin Polzin das Geschehen nach dem Wechsel.
Nun waren die Hausherren stärker. "In der zweiten Halbzeit waren wir besser in den direkten Duellen und hatten auch nach vorn ein paar Momente", meinte St. Paulis Trainer Alexander Blessin. Viele Chancen konnten sich die Kiezkicker aber auch nicht herausspielen. Die beste Tormöglichkeit hatte indes der erneut sehr starke Hamburger Innenverteidiger Luka Vušković, als er mit einem Kopfball an Keeper Nikola Vasilj scheiterte.

Beide Trainer mit dem Punkt zufrieden
Am Ende waren sich beide Coaches einig. "Das ist zu wenig in den Zweikämpfen. Wir waren zu passiv, zu verhalten und haben nur reagiert. In Summe bin ich auch enttäuscht, dass wir unsere Chancen nach Standards nicht genutzt haben. Mit dem Punkt können wir aber zufrieden sein", sagte Blessin.
Polzin konnte ihm nur zustimmen: "Das war sicher kein Derby, das lange in Erinnerung bleiben wird. Nichtsdestotrotz haben wir nun zum dritten Mal hinten die Null gehalten, das war gut." Letztlich war es für beide Teams ein wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
