Richten den Blick nach vorne: Timo Becker, Klaas-Jan Huntelaar, Dimitrios Grammozis und Ralf Fährmann - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Schalkes Abstieg nach 30 Jahren: Darum kehrt Königsblau direkt wieder zurück

Im Frühling 2021 trägt Königblau Trauer. Die Gelsenkirchener erwartet nun keine einfache Aufgabe in einer für sie unbekannten 2. Bundesliga. bundesliga.de nennt 04 Gründe, die für den direkten Wiederaufstieg sprechen.

Jetzt ist es also perfekt: Nach der 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld ist der Abstieg des FC Schalke 04 besiegelt. Der Gang in die 2. Bundesliga ist nun auch rechnerisch nicht mehr abzuwenden. Überrascht ist auf Schalke keiner mehr, so findet der Prozess der gedanklichen Verarbeitung im Verein und Umfeld schon seit einigen Wochen statt. Der Blick wird allmählich nach vorne gerichtet.

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In der Schalker Führungsebene wurden Veränderungen angestoßen. Der neue Sportvorstand Peter Knäbel installierte noch vor Saisonende einen neuen Cheftrainer mit Dimitrios Grammozis, der ein neues Schalke in der 2. Bundesliga mitgestalten soll. Es wird sich in den kommenden Wochen und Monaten einiges tun am Berger Feld. Warum die Gelsenkirchener nur ein Jahr Abstinenz von der Bundesliga erleben werden, dafür gibt es 04 Gründe.

01: Grund Nummer eins ist die Talentschmiede des Ruhrpott-Clubs, die sogenannte Knappenschmiede. Schalkes Faustpfand für die Zukunft. Die berüchtigte Nachwuchsarbeit des S04 mit Norbert Elgert als einem der besten U19-Trainer des Landes könnte ein gewichtiger Grund für die Rückkehr in die Bundesliga sein. Schalke konnte sich in den vergangenen Jahren stets auf neue Talente aus den U-Teams verlassen und wird auch diesmal aus diesem Pool schöpfen. Bereits in der laufenden Saison wurde dieser Weg verstärkt angestoßen. Spieler wie Can Bozdogan, Malick Thiaw, Mehmet Can Aydin oder Levent Mercan zählen seit Wochen zum Aufgebot der Schalker Mannschaft. Innenverteidiger Thiaw ist bereits eine feste Größe. Cheftrainer Dimitrios Grammozis wird diesen Prozess konsequent fortführen und ein junges Team bilden, welches hochmotiviert den Wiederaufstieg angehen wird.

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02: Grund Nummer zwei stellt die Fans des Vereins in den Mittelpunkt. Gerade beim Traditionsclub Schalke, der sich in der Vergangenheit stets auf seine Anhänger verlassen konnte, ist eine Zuschauerrückkehr ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Natürlich weiß derzeit niemand, wann endlich wieder Fans im Stadion sein können, aber es ist klar, DASS die Zuschauer zurückkehren werden. Diese werden eine junge Schalker Mannschaft nach vorne peitschen, um die komplizierte Herausforderung in der 2. Bundesliga meistern zu können.

Auf Schalkes Cheftrainer Dimitrios Grammozis wird es in Liga zwei ankommen. Er wird ein aufstiegsreifes Team formen müssen - Tim Rehbein/RHR-FOTO/Pool/Tim Rehbein/RHR-FOTO/Pool

03: Grund Nummer drei ist die Zweitliga-Erfahrung von Grammozis. Der Deutsch-Grieche schnupperte mit dem SV Darmstadt 98 in der Saison 2019/2020 an einem Aufstiegsplatz, sammelte dabei in der Rückrunde starke 32 Punkte. Am Saisonende reichte es für Platz fünf mit drei Punkten Rückstand auf Relegationsplatz drei. Grammozis weiß, worauf es in der zweiten Liga ankommt, kennt die dortigen Tücken und Gegebenheiten. Dieses Wissen könnte im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben Gold wert sein.

04: Grund Nummer vier sind erfahrene Eckpfeiler und Leistungsträger, die Schalke zum Wiederaufstieg führen könnten. Spieler wie Ralf Fährmann, Danny Latza (kommt aus Mainz) und Klaas-Jan Huntelaar könnten in einer verjüngten Mannschaft wichtige Säulen darstellen. Sicherlich ist die Struktur des neuen Kaders noch ungewiss, vorstellbar sind die genannten Spieler als erfahrene Stützen und Identifikationsfiguren auf Schalke aber allemal. Die durch die Taskforce Kaderplanung, bestehend aus Knäbel, Elgert und Mathias Schober, durchgeführten Transferaktivitäten bleiben abzuwarten.

Am 15.05.2022 endet die Zweitliga-Saison 2021/22 - und vielleicht gibt es dann für alle Schalker endlich wieder etwas zu feiern. Zuletzt gab es einen Aufstieg im Jahr 1991, damals unter Cheftrainer Aleksandar Ristic. Als Gründungsmitglied sind die Königsblauen fester Bestandteil der Bundesliga. Bei einer direkten Rückkehr wäre die Saison 2022/2023 die 54. Bundesliga-Spielzeit. In Verbindung mit seinen rund 160.000 Mitgliedern und Fans im gesamten Land wird S04 den Neuaufbau meistern.