Am 18. Spieltag feierte Schalke einen souveränen Sieg gegen ein Spitzenteam. Folgt jetzt in München der nächste Streich? - © imago images / Moritz Müller
Am 18. Spieltag feierte Schalke einen souveränen Sieg gegen ein Spitzenteam. Folgt jetzt in München der nächste Streich? - © imago images / Moritz Müller
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Fünf Gründe, warum der FC Schalke 04 beim FC Bayern besteht

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Aus Schalker Sicht liest sich die jüngere Bilanz zwischen dem FC Bayern und den Knappen ziemlich gruselig. Seit 18 Bundesliga-Spielen hat S04 nicht mehr gegen den Rekordmeister gewonnen. Beim letzten Auswärtssieg in der Allianz Arena saß Felix Magath noch auf der Bank und Halil Altintop erzielte das Siegtor. Das war vor über zehn Jahren. Unter David Wagner hat sich aber viel getan im Ruhrgebiet und es gibt gute Gründe, warum die Horrorserie am Samstagabend enden könnte.

1) Schalke spielt wie verwandelt

Nach einer mehr als durchwachsenen Vorsaison zeigen sich die Knappen in dieser Spielzeit in allen Belangen deutlich verbessert. Schalke hat jetzt schon so viele Punkte wie 2018/19 nach 24 Spieltagen (33). Außerdem benötigt S04 nur noch sechs Tore, um die Marke aus dem Vorjahr zu erreichen.

Ein Geheimnis des Erfolges ist, dass das Team von David Wagner nie nachlässig in eine Partie geht. In den ersten 45 Minuten musste Königsblau erst fünf Gegentreffer hinnehmen - das ist der beste Wert der Liga. Generell ist Schalke in dieser Saison extrem schwer zu schlagen. Nur Tabellenführer Leipzig verlor noch seltener als der derzeitige Tabellenfünfte (drei Niederlagen).

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2) Die Defensive steht unter Wagner

In der vergangenen Saison lief der FC Schalke 04 zumeist mit Dreierkette auf, aber David Wagner ist mit den Knappen zur Viererkette zurückgekehrt und ließ in 17 von 18 Spielen so verteidigen. Und das mit großem Erfolg: Mit 21 Gegentoren stellen die Königsblauen die zweitbeste Defensive der Liga.

Aus dem Spiel heraus ist Schalke sogar mit Abstand am schwierigsten zu knacken, denn ohne Standards ließ die Wagner-Truppe nur elf Treffer zu. Es folgen Bayern und Gladbach mit jeweils 15 Gegentoren.

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3) Erstklassiges Umschaltspiel

Wechselt der Ballbesitz, geht bei Schalke die Post ab. Schon sieben Mal traf S04 nach einem Konter. In der gesamten vergangenen Saison gelang dies nur drei Mal. Aber auch in die andere Richtung funktioniert das Wagner-System hervorragend: Nach neun Kontergegentoren in der vergangenen Saison wurden die Knappen bislang lediglich drei Mal nach einem schnellen Gegenzug überwunden.

Ein Grund für diese deutliche Steigerung ist das atemberaubende Tempo, dass Schalke über 90 Minuten an den Tag legt. 243 Sprints ziehen Raman, Harit und Co. durchschnittlich pro Partie an. Das sind 30 mehr als noch in der vergangenen Saison und der zweithöchste Wert der Liga. Nur die Münchner sind noch öfter mit Topspeed unterwegs. Die Zuschauer dürfen sich also auf eine rasante Partie freuen.

4) Neue Durchschlagskraft

Schalke drückte trotz der starken Hinrunde ganz vorne ein wenig der Schuh. Mit Suat Serdar und Amine Harit waren die besten Torschützen der Hinrunde Mittelfeldspieler. Benito Raman kam nach stockendem Start zwar immer besser in die Saison, traf aber auch erst vier Mal ins Schwarze. Guido Burgstaller blieb sogar in fast 1.000 Minuten ohne Treffer.

Auch deswegen holte S04 Michael Gregoritsch vom FC Augsburg. Der Österreicher hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er verlässlich in der Bundesliga treffen kann. Das zeigte er auch gleich bei seiner Premiere im königsblauen Trikot. Gegen Mönchengladbach war er mit einem Tor und einer Vorlage der Mann des Spiels und ist einer der großen Hoffnungsträger für die Partie in München.

Michael Gregoritsch im Interview

5) Der Erfolg macht selbstbewusst

Wer gedacht hat, dass die schwarze Serie gegen die Bayern Schalke mit hängenden Schultern nach München reisen lässt, sieht sich getäuscht. Suat Serdar, auch gegen Borussia Mönchengladbach einer der stärksten Schalker, blickte nach dem Erfolg gegen die Borussia jedenfalls angriffslustig nach vorne: "Wir werden so weiterspielen, wie wir jetzt gegen Gladbach aufgehört haben. Verstecken müssen wir uns auch bei den Bayern auf keinen Fall, das hat man gegen Gladbach gesehen", so der Mittelfeldspieler.

Suat Serdar im Interview

Michael Gregoritsch geht ebenfalls mit großer Vorfreude in die Partie in der Allianz Arena: "Es ist auch ein schönes Gefühl, selbst im oberen Tabellendrittel zu stehen, nach München zu fahren und zu wissen, dass dies jetzt ein Spitzenspiel ist. Das kannte ich so bisher auch noch nicht."