Lienz - Der Abschluss der "Testspielreihe" im Rahmen des Trainingslagers konnte von Pascal Groß und Co. erfolgreich gestaltet werden. Die Nummer 10 des FC Ingolstadt, im Vorjahr absoluter Topscorer, sorgte in der 58. Minute mit einem sensationellen Distanzschuss für den entscheidenden Treffer zum 1:0. Schon im ersten Abschnitt hatten die Schanzer sich gegen Italiens Elite-Club Vorteile erspielen können.

Italiens Sturmlegende Antonio di Natale hatte mit einem Hackentrick für ein erstes, optisches Highlight des Abends gesorgt, gefährlich wurde es zunächst für jedoch vor dem Tor seiner Mannschaft. Ein Freistoß von Stefan Wannenwetsch landete aber in den Armen von Keeper Rafael Perez Romo (10.). Kurz danach war Wannenwetsch wieder involviert, sein genauer Flankenball landete am Kopf von Elias Kachunga. Romo konnte parieren, das Leder landete am Pfosten (12.). Udinese, das im Vorjahr als 15. der Seria A knapp dem Abstieg entrinnen konnte, verbuchte die erste Möglichkeit in der 22. Minute, als Thereau Cyril beim Kopfball deutlich zu hoch ansetzte.

Für Aufregung sorgte eine Attacke des Udinese-Keepers Romo an Kachunga im Strafraum. Der Deutsch-Kongolese war früher am Ball, als ihn Rafael zu Fall brachte. Trotz der Proteste der Schanzer blieb der Pfiff des Unparteiischen aus (27.). Auch Almog Cohens Schuss (35.). führte nicht zur Führung. Die gab es kurze Zeit später fast auf der anderen Seite, doch Romain Brègerie rettete auf der Linie. Di Natale prüfte im Gegenzug Örjan Nyland, der Norweger klärte zur Ecke (40.). Ein Handspiel (42.) im Strafraum der Italiener blieb einmal mehr ungeahndet. So ging es mit unterm Strich leichten Vorteilen für den FCI in die Pause.

Den zweiten Abschnitt begannen die Schanzer weitestgehend erneuert, lediglich Nyland blieb auf dem Feld. Die ersten Minuten vergingen weitestgehend ohne Highlights, dafür hatten die rund 500 Zuschauer dann umso mehr zu Staunen. Pascal Groß, bekannt für seine Schussqualitäten, nahm sich ein Herz und zog aus rund 25 Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar für Simone Scuffet ein und wurde vom Publikum frenetisch bejubelt (58.).

Hartmann hätte um ein Haar für den zweiten Treffer gesorgt, verpasste eine scharfe Hereingabe aber knapp (74.). Die Italiener blieben auch in der Schlussphase der erwartet unangenehme und bissige Gegner, konnten sich aber nicht mehr entscheidend in der Offensive einbringen. Hatte Antonio di Natale (37) im ersten Abschnitt noch für den einen oder anderen Akzent sorgen können, so blieb die Offensivabteilung im zweiten Abschnitt weitestgehend wirkungslos. Auch, weil die Schanzer schichtweg nichts zu ließen und rigoros verteidigten. Leider konnte sich das Schiedsrichterteam auch in diesen Minuten keine Bestnoten verdienen, da eine Tätlichkeit von Giampiero Pinzi lediglich mit Gelb bedacht wurde. Nyland musste tatsächlich noch einmal eingreifen (88.), doch die Donaustädter brachte den verdienten 1:0-Sieg über die Zeit.

Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel: "Udinese hat in der zweiten Halbzeit die laufintensiveren Leute auf dem Platz gehabt, in der 1. Halbzeit sicherlich ihre spielerisch stärkere. Insgesamt war das ein guter Test, in dem wir und ständig wehren und dagegenhalten mussten. Man konnte heute schon Einiges von dem sehen, was wir in der Saison spielen wollen."

FCI 1. HZ: Nyland – Bauer, Levels, Bregerie, Engel – Cohen, Wannenwetsch, Christiansen – Lex, Hinterseer, Kachunga

FCI 2. HZ: Nyland – da Costa, Matip, Hübner, Suttner – Roger, Morales, Groß – Pledl, Hartmann, Leckie