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Michael Olise im Zweikampf mit Khvicha Kvaratskhelia
Michael Olise im Zweikampf mit Khvicha Kvaratskhelia - © IMAGO/Andrey Heuler / M.i.S.
Michael Olise im Zweikampf mit Khvicha Kvaratskhelia - © IMAGO/Andrey Heuler / M.i.S.
bundesliga

Bayern München sinnt in Paris auf Revanche

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Für den FC Bayern München steht am Dienstagabend das Halbfinale in der Champions League an. Im Hinspiel geht es zu Paris Saint-Germain. Vor gut zehn Monaten verlor der FCB bei der Klub-WM das letzte Duell gegen den französischen Topclub. Nun soll die Revanche gelingen.

Nur gegen Inter brannte noch was an

Auf den T-Shirts nach dem Pokal-Halbfinal-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen hatten die Spieler des FC Bayern München eine wichtige Botschaft stehen: "Guess who's back" stand dort in großen Lettern, als Anspielung auf die Final-Rückkehr nach sechs Jahren. Ziwschen den Zeilen konnte man aber auch die Kampfansage an sämtliche Konkurrenz lesen. 

Denn knapp zwei Jahre nach dem Sommer ohne Titel 2024 könnte der FCB nicht nur im nationalen Vergleich wieder das Maß der Dinge werden. Das Ziel ist klar, der deutsche Rekordmeister peilt das Triple an. Und an der Säbener Straße spürt man offenbar, dass in dieser Saison historisches, das dritte Triple der Vereinsgeschichte möglich ist.  

"Es gibt immer markante Punkte, wo Geschichten beginnen", sagte Max Eberl am Samstag im "ZDF-Sportstudio". Die aktuelle begann für den Sportvorstand im Juni 2025 mit dem Beginn der FIFA-Klub-WM.

Olise begeistert Bayern und die Liga22.04.2026

Der Beginn einer Geschichte

"Wir hatten schon das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein", so Eberl weiter. "Diese Klub-WM, die wir als Verein mit dem Staff, mit den Spielern, den Neuzugängen zusammen waren, die hat uns zusammenschweißen lassen." Dabei sind die Erinnerungen an jenes Turnier nicht unbedingt die besten. 

Für Eberl war es der Beginn einer Geschichte, das Turnier nahm aber ein "dramatisches Ende, mit dem Ausscheiden und der Verletzung von Jamal Musiala", sagt Eberl. Das dramatische Ende folgte bereits im Viertelfinale und der Gegner hieß damals Paris Saint-Germain. 0:2 unterlag der FCB. Désiré Doué und Ousmane Dembélé hatten für PSG getroffen, Wilian Pacho und Lucas Hernández mussten frühzeitig duschen.

Das Finale um die Klub-WM verlor PSG dann gegen Chelsea. Nun, zehn Monate später, geht es aber um die Krone Europas. Und die würde beiden Topteams gut stehen. Während der FCB den Meistertitel sicher hat, befindet sich Paris auf einem guten Weg.

Keine guten Erinnerungen: Musiala musste beim letzten Duell gegen Paris verletzt vom Platz gebracht werden. - Kevin C. Cox

Kampfansage aus Paris

Vier Spieltage vor dem Saisonende, beträgt der Vorsprung auf den Verfolger RC Lens sechs Zähler, das Spiel gegen den Tabellenzweiten steht aber noch aus. Der Triple-Traum endete für Paris im Sechzehntelfinale des nationalen Pokals mit einer Niederlage gegen den Stadtrivalen FC Paris. 

Und obwohl, die Meisterschaft in der Ligue 1 noch nicht entschieden ist, setzte auch PSG-Coach Luis Enrique auf Schonung, ließ Stars wie Doué und Dembélé zunächst auf der Bank - analog zum FCB. Nur, dass sich Paris von Beginn an keine Blöße gab und verdient 3:0 bei Angers gewann, während die Bayern in Mainz einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Erfolg ausbesserten. 

"Wenn man ein solches Ergebnis erzielt, ist das die beste Vorbereitung auf ein Champions-League-Halbfinale. Das ist wichtig für das Selbstvertrauen jedes einzelnen Spielers, aber auch für die Mannschaft und die Fans. Wir sind bereit", schickte Enrique via französischer Medien die Kampfansage Richtung München.

Vincent Kompany wird auf der Tribüne Platz nehmen - IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER

Ohne Vincent Kompany auf der Bank

Sein Pendant auf der anderen Seite war aber von seiner Mannschaft nach der packenden Aufholjagd nicht weniger begeistert. "Die Jungs haben gejubelt, als hätten sie sich in einem Relegationsspiel gerettet. Ich liebe diese Mentalität", sagte Vincent Kompany.

Der Belgier wird das Spiel jedoch nicht von der Bank aus verfolgen. Kompany sah im Duell gegen Real die Gelbe Karte und wurde geperrt. Die Statuten schreiben eine strikte Trennung von Mannschaft und Trainer mit dem Ankommen des Teams am Stadion vor. Kompany sprach seiner Mannschaft und seinen Assistenten bereits vollstes Vertrauen aus.

Der damals verletzte Jamal Musiala wird gegen PSG dagegen wieder dabei sein können. Die Erinnerungen an das letzte Duell gegen Paris sind für ihn sicher nicht die besten. Doch sie war nun einmal auch ein markanter Punkt, der Beginn einer Geschichte. Einer Geschichte, an der Musiala am Happy-End mitschreiben kann.     

Simon Bartsch