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Nach dem Kantersieg gegen Mainz: Die Tormaschine des FC Bayern München läuft auf Hochtouren

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Der FC Bayern München hat einen starken Lauf. Das 6:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 war der sechste Pflichtspielsieg in Serie. Spätestens jetzt ist klar: Der Titelkampf geht auch in dieser Saison nur über den Rekordmeister. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann hat ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass der Bayern-Zug in den letzten Wochen wieder richtig ins Rollen gekommen ist.

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Serge Gnabry (5.), Jamal Musiala (28.), Sadio Mane (43.), Leon Goretzka (58.), Mathys Tel (79.) und Eric Maxim Choupo-Moting (86.). Sechs Tore, sechs Torschützen hatte der FC Bayern München beim 6:2-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel stehen. Die beiden Treffer des Gegners durch Silvan Widmer (45.+4) und Marcus Ingvartsen (82.) waren zwar ein kleiner Makel, aber einer, über den die Verantwortlichen bei dem Spielverlauf und dem Auftreten des Deutschen Meisters hinwegsehen konnten. "Es macht extrem viel Spaß, von außen zuzuschauen. Es ist eine gute Mischung aus Qualität und der richtigen Einstellung. Es ist außergewöhnlich gerade", freute sich Cheftrainer Julian Nagelsmann.

Die Bayern laufen in den letzten Wochen wieder zu Höchstleistung auf. Nach einer kleinen Durststrecke kurz nach Saisonbeginn, als es vier Spiele lang keinen Sieg gab und die Münchner zwischenzeitlich sogar auf Tabellenplatz fünf abgerutscht waren, grüßten sie jetzt immerhin kurzzeitig wieder von ganz oben -  bis Union am Sonntag gegen Mönchengladbach zurückschlug. Das liegt auch daran, dass sie ihre Treffsicherheit zurückerlangt haben und ihre Chancen eiskalt ausnutzen. Und so kam es dann auch, dass sie im 20. Pflichtspiel dieser Saison zum achten Mal mindestens fünf Tore erzielten (davon vier Mal in der Bundesliga). "Wir haben wieder viele Tore geschossen und die Tore auch schön rausgespielt", bemerkte Nagelsmann.

Sadio Mane ist nur durch ein Foul zu stoppen: Elfmeter! - IMAGO/IMAGO/ActionPictures

Unberechenbare Offensive

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38 Mal hat der Deutsche Meister bislang bereits getroffen und damit viel häufiger als die Konkurrenz (Eintracht Frankfurt folgt auf Platz zwei mit 25 Toren). Während in den letzten Jahren noch Robert Lewandowski für die meisten Treffer der Bayern verantwortlich zeichnete, teilt sich die Mannschaft die Tore nach dessen Weggang jetzt untereinander auf. So gab es gegen Mainz etwa sechs verschiedene Torschützen. Und auch in der Torjägerliste tauchen viele Namen auf: Jamal Musiala (sieben Tore), Sadio Mane (sechs), Leroy Sane (fünf), Serge Gnabry (4), Eric Maxim Choupo-Moting (3)...

Wer die Chance hat und von den Mitspielern in Position gebracht wird, der netzt eben ein. "Das Miteinander ist ausschlaggebend", erklärte Gnabry nach dem jüngsten Erfolg. "Wir haben eine gute Energie auf dem Platz. Es macht Spaß, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Der eine nimmt den anderen mit, so kommt diese Energie zustande und das macht es jedem einfacher, eine gute Leistung zu zeigen", stößt Goretzka ins gleiche Horn und freut sich über die wiedergewonnene Leichtigkeit: "Es war unser großes Ziel, dass wir uns in einen Flow spielen. Das muss man sich hart erarbeiten, das haben wir getan. Dann geht auch ein Spiel mal etwas leichter."

Mane ragt gegen Mainz heraus

Gegen Mainz überzeugten die Bayern durch die Bank. Und trotzdem stachen auch diesmal einige Spieler heraus. Mane etwa, der nach leichten Startschwierigkeiten seinen Platz im Team gefunden zu haben scheint. Auch weil der Trainer ein bisschen umgestellt hat. "Er bleibt etwas länger auf dem Flügel, so haben wir mehr Raum in der Mitte und haben gute Momente, in denen wir das Spiel schnell machen können." Am Samstag war er erstmals in dieser Saison an drei Toren beteiligt, zwei Mal als Vorlagengeber und einmal selbst als Schütze. ein Blick in die Statistik zeigt weitere herausragende Werte Manes gegen Mainz. So gab er sieben Torschüsse ab und legte sechs weitere für seine Kollegen auf, was jeweils klarer Bestwert auf dem Platz war. "Ich bin sehr froh über die Leistung von Sadio", lobte Nagelsmann seinen Schützling.

Ebenfalls einen Lauf hat Choupo-Moting. Der Stürmer, der an den ersten Spieltagen verletzungsbedingt überhaupt nicht und in der Folge zunächst nur von der Bank zum Einsatz kam, ist aktuell kaum aus der Mannschaft wegzudenken. Gegen Mainz traf er im dritten Bundesliga- bzw. fünften Pflichtspiel in Folge. In drei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Partien hatte er zuletzt 2014 für Mainz getroffen. Und auch diesmal gab es neben dem eigenen Treffer einen weiteren Scorerpunkt als Vorlagengeber des 2:0.

Musiala mit persönlichem Rekord

Bayerns Toptorjäger Musiala ist seiner Rolle ebenfalls treu geblieben. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler erzielte am 12. Spieltag sein siebtes Tor dieser Bundesliga-Saison. Das ist schon jetzt neuer persönlicher Rekord. Musiala ist der Shooting-Star der Bayern in dieser Spielzeit. Denn auch als Vorbereiter ist er sehr wichtig. Mit zwölf direkten Torbeteiligungen (sieben Tore, fünf Assists) ist Musiala zusammen mit dem Bremer Niclas Füllkrug Topscorer in der laufenden Saison und gleichzeitig der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga.

Die Bayern sorgen wieder für Bestmarken. Bis zur Winterpause stehen noch drei Spiele in der Bundesliga auf dem Programm. Drei Spiele also, um Platz eins zurückzuerobern und die Konkurrenz an der Tabellenspitze vielleicht sogar wieder ein bisschen auf Distanz zu bringen. Die Hausaufgaben jedenfalls haben die Münchner gemacht, das dürfen sie jetzt nur nicht schleifen lassen.

Jamal Musiala ist Bayerns Topscorer - IMAGO/IMAGO/MIS