Leon Goretzka und Thomas Müller feiern den Siegtreffer - © Alexander Hassenstein/Getty Images
Leon Goretzka und Thomas Müller feiern den Siegtreffer - © Alexander Hassenstein/Getty Images
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Dem FC Bayern München gelingt im Titelrennen ein dickes Ausrufezeichen

Der FC Bayern hat im Spitzenduell gegen RB Leipzig seine Pole Position behauptet: Der Rekordmeister überzeugte beim 1:0-Erfolg gegen starke Sachsen und hat nun einen Vorsprung von sieben Punkten auf das Team von Julian Nagelsmann. Hansi Flick und seine Mannen nehmen nach dem Ausrufezeichen ganz klar Kurs auf die 31. Deutsche Meisterschaft - es wäre der neunte Titel in Serie.

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"Thomas hatte wohl Langeweile in der Länderspielpause. Daher musste ich heute liefern, damit Mull wie immer recht hat", lachte Leon Goretzka nach dem 1:0-Erfolg des FC Bayern München im Spitzenspiel bei RB Leipzig. Goretzka erzielte den entscheidenden Treffer und ging mit seinem Statement auf den Spitznamen ein, den ihm Thomas Müller vor der Partie bereits gegeben hatte: "Scoretzka" - auf ihn würde es laut Müller ankommen, da ja Robert Lewandowski (von Müller unlängst "Lewangoalski" getauft) aufgrund einer Knieverletzung gegen die Sachsen fehlen werde.

Dass die Nummer 25 der Münchner nicht nur Sprüche klopfen kann, bewies der Ur-Bayer gegen Leipzig, als er einen tollen Tiefenpass von Joshua Kimmich stark behauptete und Goretzka umsichtig zum Führungstreffer auflegte. Müller kommt nun schon auf 15 Assists in dieser Bundesliga-Saison - kein anderer Spieler hat mehr. "Die Vorlage von Thomas war wirklich gut und diese Schüsse von Leon kennen wir. Er hat schon ein paar Tore auch von außerhalb des Strafraums gemacht", freute sich Manuel Neuer über den humorlosen Abschluss ins rechte obere Toreck von Goretzka.

"Ein großer Schritt" in Richtung Titel

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Der FC Bayern hat dank des Sieges nun 64 Zähler auf dem Konto - sieben mehr als Verfolger Leipzig. Ein solcher Vorsprung wurde in der Bundesliga-Geschichte zu so einem späten Zeitpunkt der Saison noch nie verspielt (maximal waren es fünf Punkte). Doch die Bayern übten sich in Bescheidenheit: "Es ist ein großer Schritt, aber noch nicht der entscheidende", sagte der Matchwinner Goretzka.

Die Münchener taten sich auch zu Beginn etwas schwer gegen die schnellen und aggressiv anlaufenden Leipziger, die über die gesamte Partie mehr Ballbesitz (52 Prozent) und mehr Abschlüsse (13:9) zu verzeichnen hatten. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und die Bayern phasenweise hinten reingedrückt. Wir hatten vier große Chancen, haben aber vorbeigeschossen", konstatierte Julian Nagelsmann. Was hat den Sachsen im Vergleich zu den Bayern in diesem Spitzenspiel gefehlt? "Der Unterschied ist, dass Goretzka den macht", sagte der Leipziger Coach.

Hansi Flick: "Die Moral war überragend"

"Es ist ein Spitzenspiel gewesen und Leipzig hat gezeigt, dass sie zurecht da vorne stehen. Wir haben ein bisschen gebraucht, waren nicht ganz so mutig im Ballbesitz. Nach 20 Minuten haben wir das Spiel kontrolliert und das Tor gemacht", freute sich Hansi Flick über den Sieg seiner Mannen. Goretzkas Treffer "war wichtig, um Ruhe reinzubringen. In der zweiten Halbzeit hat uns Leipzig einige Probleme bereitet, aber die Moral meiner Mannschaft war überragend. Wir wollten mit dem Sieg ein Zeichen setzen." Und das ist dem Team von Flick eindeutig gelungen.

Ohne den Weltfußballer wohlgemerkt. Eric Maxim Choupo-Moting ersetzte Lewandowski im Sturm und machte seine Sache sehr ordentlich, konnte einige Bälle gut festmachen und zu den Mitspielern weiterleiten. Der FC Bayern ist auch ohne den überragenden Torjäger (35 Saisontore in der Bundesliga) eine Klasse für sich und gut gerüstet für die Neu-Auflage des Champions-League-Finals von 2020: Am Dienstag steht im Hinspiel des Viertelfinals Paris Saint-Germain den Roten gegenüber. Auch in diesem Wettbewerb ist dem FCB die Titelverteidigung zuzutrauen. In der Bundesliga sind "Scoretzka" und Co. bereits ganz nah dran.