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Harry Kane war in der Saison 2025/26 einfach nicht aufzuhalten und erzielte 73 Pflichtspieltreffer für den FC Bayern und die englische Nationalmannschaft
Harry Kane war in der Saison 2025/26 einfach nicht aufzuhalten und erzielte 73 Pflichtspieltreffer für den FC Bayern und die englische Nationalmannschaft - © Christian Kaspar-Bartke
Harry Kane war in der Saison 2025/26 einfach nicht aufzuhalten und erzielte 73 Pflichtspieltreffer für den FC Bayern und die englische Nationalmannschaft - © Christian Kaspar-Bartke
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Ballon d'Or? Es Kane nur einen geben!

Nach einer unfassbaren Saison 2025/26 im Verein und in der Nationalmannschaft war es nur folgerichtig, dass Harry Kane zu den 30 Nominierten für den Ballon d’Or 2026 gehört. Setzt der Bayern-Star sich gegen die namhafte Konkurrenz durch? Es gibt extrem viele Gründe, die für den Engländer sprechen.

Es war ein langer Sommer, bevor der Transfer 2023 endlich in trockenen Tüchern war. Harry Kane verließ mit 30 Jahren die Premier League, wo er viele Jahre zwar unglaublich treffsicher war (213 Treffer in 320 Einsätzen), aber einfach keinen Titel gewinnen konnte. Der Sieg mit der englischen U17 beim Algarve-Cup 2010 war trotz vieler individueller Auszeichnungen der einzige Pokal in Kanes Vita.

Aufgrund seines schon reiferen Alters durchaus zum Start etwas kritisch beäugt, stellte Kane bei den Bayern von Beginn an seine Extraklasse unter Beweis. Mit 36 Toren wurde er in seiner ersten Spielzeit gleich Bundesliga-Torschützenkönig. Es war die erfolgreichste Debütsaison eines Spielers in der Bundesliga-Geschichte. Dass die Bayern ausgerechnet in Kanes erstem Jahr keinen Titel holten, lag keineswegs am kaltschnäußigen Rechtsfuß, der konstant Topleistungen abrief.

Endlich der ersehnte Titel

2024/25 kam Kane zwar "nur" auf 26 Bundesliga-Tore - zur zweiten Torjägerkanone in Folge reichte das dennoch. Vor allem aber durfte er endlich seinen ersten großen Titel feiern: Die Bayern wurden souverän Meister und machten damit den enttäuschenden dritten Platz aus dem Vorjahr vergessen.

Waren die ersten beiden Jahre im Bayern-Dress schon stark, legte der Elfmeterspezialist 2025/26 sogar noch einmal eine Schippe drauf. Mit 36 Treffern wurde er zum dritten Mal in Serie Torschützenkönig der Bundesliga und war ein Garant der Münchener Meisterschaft.

Aber nicht nur in der Liga ließ es der Blondschopf krachen. Im DFB-Pokal traf Kane in jeder Runde und führte die Münchener mit einem Dreierpack im Finale gegen den VfB Stuttgart zum Double. In der Champions League knipste Kane 14 Mal - ein Wert, den nur Kylian Mbappé (15) übertreffen konnte. In einem fantastischen Halbfinale musste sich das Kompany-Team dem zukünftigen Sieger PSG knapp geschlagen geben.

Fußball kommt nicht nach Hause

Die "Three Lions" waren dem Traum vom zweiten WM-Titel nach 1966 so nah wie selten zuvor. Nach der bitteren Halbfinalniederlage gegen Argentinien sicherte sich England gegen Frankreich den dritten Platz - die beste Platzierung seit dem Triumph im eigenen Land. Mit sechs Treffer gehörte Kane auch bei der Weltmeisterschaft zu den verlässlichsten Knipsern. 

Unter dem Strich standen für Kane sagenhafte 73 Pflichtspieltore für Verein und Nationalmannschaft. Eine uinfassbare Zahl, die nur einmal in der Historie überboten wurde: Nur Messi war in einer Saison für einen europäischen Club noch erfolgreicher und erzielte 2011/12 insgesamt 82 Treffer.

Den ersten Lohn für seine fantastischen Leistungen erhielt Kane bereits am 19. August, als ihm im Museum des FC Bayern zum zweiten Mal nach 2023/24 der "Golden Shoe" für den besten Torjäger Europas überreicht wurde.

Spielmacher und Torjäger in Personalunion

Kanes Torausbeute spricht für sich, aber es wäre ein großer Fehler, den Engländer nur auf seine - unbestritten überragenden - Fähigkeiten im Abschluss zu reduzieren. Der 33-Jährige lässt sich immer wieder fallen und initiiert Angriffe mit klugen Steckpässen oder fantastischen Diagonalbällen. Fünf Vorlagen waren es 2025/26 in der Bundesliga, zwei in der Champipons League. Vor allem der Weltklasse-Assist für Luis Díaz im Halbfinalhinspiel bei PSG kommt einem direkt in den Sinn.

Angesichts der starken Konkurrenz sind das wichtige Facetten in Kanes Spiel, denn die Trefferquote als einziges Argument könnte gegen Messi, Mbappé, Haaland, Lamine Yamal und Rodri, die ebenfalls zum engsten Favoritenkreis zählen, zu wenig sein.

Lob für seine Leistungen erhielt der Engländer von allen Seiten. Am treffendsten brachte es jedoch der frühere Nationalspieler Rio Ferdinand auf den Punkt. In einer Videobotschaft anlässlich von Kanes Golden-Shoe-Ehrung sagte er: "Nur Lionel Messi hat jemals in einer Saison mehr Tore erzielt als Harry Kane. Du hast den Goldenen Schuh gewonnen, du warst Englands bester Torschütze bei der Weltmeisterschaft. Wer sonst sollte den Ballon d’Or gewinnen? Wer sonst, wenn nicht Harry?"

Die finale Antwort auf Ferdinands Frage wird es am 26. Oktober geben, wenn der Ballon d’Or in Kanes Heimatstadt London verliehen wird.

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