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Top-Favorit in der Champions League: Der FC Bayern München bringt in dieser Saison seine Gegner zum Verzweifeln - hier den FC Barcelona
Top-Favorit in der Champions League: Der FC Bayern München bringt in dieser Saison seine Gegner zum Verzweifeln - hier den FC Barcelona - © Philippe Ruiz via www.imago-images.de/imago images/Xinhua
Top-Favorit in der Champions League: Der FC Bayern München bringt in dieser Saison seine Gegner zum Verzweifeln - hier den FC Barcelona - © Philippe Ruiz via www.imago-images.de/imago images/Xinhua
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Der FC Bayern München peilt in der Champions League den siebten Streich an

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Das Achtelfinale der UEFA Champions League steht an! Der FC Bayern München ist der einzige Vertreter aus der Bundesliga, der noch im Rennen um den Henkelpott ist. Aber: Der Rekordmeister ist einer der ganz großen Favoriten. Auf dem Weg zum siebten Streich in der Champions League geht es in der ersten K.o.-Runde gegen den FC Salzburg. Dort will der FCB die Pleite gegen den VfL Bochum schnell wieder vergessen machen.

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Die K.o.-Phase der UEFA Champions League steht vor der Tür. Die Auslosung im Dezember war historisch: Wegen eines Fehlers bei der Ziehung musste die komplette Auslosung wiederholt werden. Erst hatte der FC Bayern München den spanischen Meister, Atletico Madrid, zugelost bekommen. Der endgültige Gegner ist nun aber der FC Salzburg. "Fehler können passieren, dann ist es nur fair und gerecht für alle, dass neu gelost wurde", sagte Julian Nagelsmann direkt nach dem zweiten Los-Durchgang.

Blickt man auf die Gruppenphase der Champions League zurück, war jedoch schon vor der Auslosung klar: Die Bayern werden im Achtelfinale der Favorit sein. In sechs Spielen holte das Team von Nagelsmann die Maximal-Ausbeute von 18 Punkten. Das gelang in dieser Saison sonst nur dem FC Liverpool, der von Jürgen Klopp trainiert wird, und Ajax Amsterdam. Mit 22 erzielten Toren stellt der FCB die mit Abstand beste Offensive der Champions League. Die drei Gegentore, die sich die Münchner einfingen, sind auch Bestwert. Nur Real Madrid kassierte ebenfalls nur drei Treffer in sechs Spielen.

Nagelsmann: "Salzburg ein positiv ekliger Gegner"

Dennoch bleiben die Sinne geschärft bei den Bayern: "Salzburg ist ein positiv ekliger Gegner", befand Coach Nagelsmann. Die Salzburger spielen aggressives hohes Pressing, nach Ballverlusten wird direkt versucht, die Gegner unter Druck zu setzen. Nach Eroberung der Kugel geht es schnell und direkt nach vorne bei den Mozartstädtern. "Es ist eine extrem junge Mannschaft, die gierig ist. Es ist unangenehm, gegen sie zu spielen", sagte Nagelsmann direkt nach der Auslosung. Die Salzburger setzten sich in der Gruppe G durch und worden dort mit zehn Punkten Zweiter. Dort ließen sie unter anderem den FC Sevilla und den VfL Wolfsburg hinter sich.

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"Es ist ein Top-Gegner, der uns alles abverlangen wird. Sie spielen mit vielen jungen Talenten. Wir müssen in beiden Spielen von Beginn an sehr fokussiert sein, weil sie uns im hohen Pressing so unter Druck setzen werden, dass wir gute Lösungen brauchen", warnte Julian Nagelsmann vor den Salzburger Qualitäten. Doch der Respekt auf der anderen Seite dürfte noch um einiges größer sein: "Bayern ist eine sehr, sehr große Mannschaft, die richtig gut drauf und ein Favorit auf den Gewinn der Champions League ist", sagte Andreas Ulmer, Kapitän des souveränen Tabellenführers in der österreichischen Bundesliga.

Robert Lewandowski erzielte in den beiden vergangenen Spielen gegen Salzburg drei Treffer - Guenter Schiffmann via www.imago-images.de/imago images/Schiffmann

Nagelsmann vs. Jaissle

"Es ist ein ganz spezielles Spiel. Es gibt fast nichts Größeres für Salzburg, als gegen den FC Bayern zu spielen. Sie gehören für mich zu den drei besten Vereinsmannschaften der Welt", sagte Christoph Freund, der Sportdirektor der Salzburger. Was laut Freund auch Brisanz birgt: das Trainerduell. Es gibt nämlich ein paar Parallelen der beiden Übungsleiter: Sowohl Nagelsmann (34) als auch Matthias Jaissle (33) sind junge deutsche Trainer. Beide mussten ihre Spielerkarriere aufgrund von Verletzungen frühzeitig beenden. Jaissle schaffte es immerhin zu einigen Bundesliga-Einsätzen: Mit der TSG Hoffenheim stieg er 2007/08 als Stammspieler in die Bundesliga auf, verletzte sich dort aber im März 2009 schwer. Ein Jahr später schloss sich Nagelsmann den Kraichgauern an und machte als Coach im Nachwuchsleistungszentrum der TSG auf sich aufmerksam.

2015 startete Jaissle dann seine Trainerkarriere im NLZ von RB Leipzig. Dort, wo Nagelsmann 2019 Chef-Trainer wurde. Gleichzeitig übernahm Jaissle die U18 von Salzburg und feilte weiterhin an der klassischen RB-Philosophie. Nach guten Leistungen mit dem Farm-Team der Mozartstädter, dem FC Liefering, übernahm Jaissle zu Beginn dieser Saison amtierenden österreichischen Meister. Zeitgleich heuerte Nagelsmann beim deutschen Titelträger an. Auf Anhieb haben beide Coaches Erfolg bei ihren Clubs: Der FCB führt mit sechs Punkten Vorsprung die Bundesliga an, die Salzburger haben gar 14 Zähler mehr als der erste Verfolger. Hoffenheim, RB, aggressives Pressing und schneller, attraktiver Offensiv-Fußball: Dafür stehen sowohl Nagelsmann, als auch Jaissle.

Der siebte Streich in der Champions League winkt

"Salzburg spielt intensiv Fußball, und dementsprechend können wir uns schon, auch wenn es durch die Jahreszeit bedingt etwas kühler wird, auf heiße Spiele einstellen", sagte Thomas Müller, der aber zuversichtlich sein kann: Bereits in der vergangenen Saison spielten die Münchner gegen Salzburg in der Champions League - und zwar in der Gruppenphase. In der Allianz Arena siegte der FCB mit 3:1. In Salzburg gab es sogar ein 6:2 für die Bayern. "Das waren intensive Matches", rekapitulierte Müller.

"Wir werden sicher nicht vor Ehrfurcht erstarren. Wir werden richtig, richtig Gas geben. Das können wir jetzt schon versprechen. Sie sind der große Favorit, aber wenn sie die Champions League gewinnen wollen, müssen sie erstmal Salzburg schlagen", wagte Salzburgs Sportdirektor Freund eine kleine Kampfansage. Ein offensiver Schlüsselspieler der Salzburger ist der deutsche Nationalspieler Karim Adeyemi, der durch sein enormes Tempo und seine Effizienz im Abschluss besticht. Manuel Neuer wird den Bayern aufgrund einer Knie-OP zumindest im Hinspiel fehlen. Beim Rückspiel am 8. März könnte er wieder dabei sein.

In der vergangenen Saison schieden die Bayern im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Paris aus. 2020 schlug man das Star-Ensemble von PSG noch im Finale der Champions League und reckte den Henkelpott in den Nachthimmel von Lissabon. Das soll im Mai wieder gelingen, dann aber in Sankt Petersburg. Stärkste Offensive, beste Defensive, zudem in Robert Lewandowski den aktuellen Weltfußballer und zweitbesten Torschützen der Champions League (neun Treffer) im Kader: Die Chancen auf den siebten Streich, den siebten Erfolg in der Champions League, stehen gut bei den Bayern.

Dass die Bayern in Zukunft ihre Favoritenrolle nicht auf die leichte Schulter nehmen werden, haben sie am 22. Spieltag in der Bundesliga gelernt. Dort setzte es eine 2:4-Niederlage beim VfL Bochum.  "Wenn man hoch verliert, wird immer relativ schnell das Thema Mentalität ins Spiel gebracht. Wir müssen wieder mit mehr Disziplin und Leidenschaft auch gegen den Ball arbeiten! Ansonsten werden Fehler sofort gnadenlos bestraft. Und international noch viel mehr. Wir kassieren zu viele Gegentore", warnte Clubchef Oliver Kahn mit Bezug auf die bevorstehende Aufgabe. Der 52-Jährige weiß aber auch, dass die Mannschaft darauf besonders motiviert reagieren kann: "Wir haben nach dem 0:5 gegen Gladbach sofort die richtige Reaktion gezeigt und sofort relativ klar das nächste Spiel gewonnen. Und ich gehe davon aus, dass das jetzt auch so sein wird.“