Philippe Coutinho ist der neue Chef in Bayerns Offensive - © imago images/Laci Perenyi
Philippe Coutinho ist der neue Chef in Bayerns Offensive - © imago images/Laci Perenyi
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Coutinho ist der neue Chef in der Offensive des FC Bayern München

Am Samstag zeigte Philippe Coutinho gegen den 1. FC Köln, wozu er fähig ist: Der Brasilianer erzielte sein erstes Bundesliga-Tor für den FC Bayern München und legte zudem einen Treffer für Ivan Perisic auf. Coutinhos präzise Pässe in die Tiefe machen "den Unterschied", wie sein Trainer Niko Kovac herausstellt - der Weltstar ist endgültig angekommen beim Rekordmeister.

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"Wenn er den Ball annimmt, weiß er ganz genau, was um ihn herum passiert. Er hat eine Ballbehandlung, ein Raumgefühl, das seinesgleichen in der Bundesliga sucht", schwärmt Niko Kovac, der Trainer des FC Bayern München, wenn er anfängt, über Philippe Coutinho zu sprechen.

Der Brasilianer zeigte am Samstag gegen den 1. FC Köln, wozu er fähig ist: Punktgenaue Pässe in die Tiefe, die er selbst unter großem Raum-, Zeit- und Gegnerdruck an den Mann bringt, gepaart mit unglaublichem Spielwitz und Kreativität - wie beispielsweise vor dem 1:0, als er den Ball per Hacke in den Lauf von Joshua Kimmich legte.

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Cool, cooler, Coutinho

Zudem überzeugte der Spielmacher mit seiner unglaublichen Coolness im Abschluss, erzielte sein erstes Tor für die Bayern. "Dafür musste ich sogar zweimal treffen", scherzt der Zehner, dessen Strafstoß wegen zu früh eingelaufener Mitspieler wiederholt werden musste.

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Der Brasilianer ließ sich nichts anmerken, drosch die Kugel beim zweiten Elfmeter links oben in den Knick, nachdem er beim ersten Schuss Kölns Keeper Timo Horn verladen hatte und mittig einschob. Den Strafstoß hatte der 27-Jährige zudem selbst herausgeholt.

Angekommen beim FC Bayern: Spielmacher Philippe Coutinho - 2019 Getty Images

Uneigennütziger Lewandowski

Erst möglich wurde der Premierentreffer für Coutinho allerdings erst, weil ihm Robert Lewandowski den Elfmeter überließ. Der Pole traf zuvor zum 1:0 und 2:0, verzichtete somit auf einen möglichen Hattrick und neuen Bundesliga-Rekord - zehn Treffer nach fünf Spielen.

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"Philippe kann dadurch Selbstbewusstsein bekommen. Es ist immer wichtig, dass erste Mal auf der Torliste zu stehen. Das ist wichtig für uns, für die Zukunft, dass er happy ist und sich wohlfühlt. Auch für uns als Mannschaft kann das wichtig werden", sagte der uneigennützige Lewandowski.

Coutinho ist der Chef im Zentrum

"Ein Wahnsinns-Spieler und toller Typ", lobte Coutinho die Geste des Polen und stellte ihm in Zukunft zahlreiche Assists in Aussicht. Das 4:0, erzielt durch Ivan Perisic, bereitete der Brasilianer schon mal vor - seine erste Vorlage in der Bundesliga.

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Das Spiel der Bayern wird sich mit einem Coutinho in Topform weiter etwas verändern: Durch die Außen Franck Ribery und Arjen Robben war das Spiel des Rekordmeisters sehr erfolgreich - aber auch etwas flügellastig. Mit dem neuen Spielmacher in der Mitte, der sich mit und ohne Ball stark zwischen den Linien bewegt, spielt die Musik nun wohl vermehrt im Zentrum - dort kann der Brasilianer seine Stärken am besten ausspielen und dem FCB helfen.

"Jetzt gehört er richtig zu Bayern!"

Kovac will dies fördern, Coutinho "macht uns gefährlicher", hinter Lewandowski "macht er den Unterschied". Durch seine enge Ballführung und Dynamik im Dribbling kann der Brasilianer Lücken reißen und diese dann gezielt bespielen: "Er kann ein, zwei Spieler auf sich ziehen. Damit sind andere frei", sagt sein Coach.

Coutinho sammelte gegen Köln 83 Ballaktionen, sorgte für sieben Torschussvorlagen und schloss selbst fünf Mal ab - er drückt dem FCB so langsam aber sicher seinen Stempel auf. Das sieht auch Robert Lewandowski so: "Jetzt gehört er richtig zu Bayern München!"

Patrick Dirrigl