Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach und Trainer Lucien Favre haben sich auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung geeinigt.

Der neue Kontrakt des 54 Jahre alten Schweizers läuft bis Juni 2015. "Ich war mit dem Vorstand und der Geschäftsführung schon seit längerer Zeit in Gesprächen und freue mich nun über die Vertragsverlängerung und die vor uns liegenden reizvollen Aufgaben", so Lucien Favre, der im Februar 2011 zu Borussia kam und den Verein in der vergangenen Saison in die Playoffs zur Champions League führte.

"Genau der richtige Trainer"



"Lucien Favre ist für Borussia genau der richtige Trainer und wir freuen uns, dass wir den Weg, den wir mit ihm eingeschlagen haben, weiter gehen werden", so Sportdirektor Max Eberl.

Seit dem 14. Februar 2011 ist Favre bei Borussia unter Vertrag. Er führte die Mannschaft aus beinahe aussichtsloser Lage noch auf Rang 16 in der Bundesliga. Borussia schaffte den Sprung in die Relegation, in der sie sich gegen den VfL Bochum durchsetzte. In der vergangenen Saison knüpfte Borussia unter Favres Leitung nahtlos an die erfolgreiche Rückrunde der Vorsaison an. Mit 60 Punkten landete der VfL auf Platz 4, der zu den Playoff-Spielen für die Champions-League-Gruppenphase berechtigt. Zudem stieß Borussia im DFB-Pokal bis ins Halbfinale vor.

Erfolge in der Schweiz als Profi und Coach



Als Profifußballer war Favre in seiner Heimat bei Lausanne-Sports, Xamax Neuchâtel, Servette Genf sowie beim französischen Club FC Toulouse aktiv und wurde in seiner Karriere einmal Schweizer Meister. Bis zu seinem Karriereende 1991 bestritt er 24 Länderspiele für die Eidgenossen. Seine Laufbahn als Trainer startete Favre 1991 als Juniorentrainer beim FC Echallens. Es folgten Stationen bei Xamax Neuchâtel und Yverdon-Sports, bevor Favre 2000 zu Servette Genf wechselte. Mit dem Club gewann er 2001 den Schweizer Pokal und führte ihn bis ins Achtelfinale des UEFA-Pokals.

Nach einer schöpferischen Pause übernahm er 2003 das Traineramt beim FC Zürich, mit dem er zwei Jahre später den Schweizer Pokal sowie 2006 und 2007 die nationale Meisterschaft gewann. Zur Saison 07/08 wechselte der Schweizer in die Bundesliga und übernahm Hertha BSC. Den Hauptstadtclub führte Favre im zweiten Jahr ins internationale Geschäft. Das brachte ihm den Titel "Trainer des Jahres" in Deutschland ein. In seiner Heimat war er zuvor bereits zwei Mal zum besten Coach des Jahres gekürt worden.