Wer Shinji Ono im Trainingslager erlebt, erkennt den höflichen Japaner kaum wieder. Der 29- Jährige strahlt über beide Ohren und steckt mit seiner guten Laune alle an.

Ihm ist anzusehen, dass er sein persönliches Tief überwunden hat.

Frage: Sie sind in den Tagen hier in Lomas de Campoamor ständig in Begleitung von Daniel Imhof. Woher kommt der gute Draht?

Shinji Ono: Vielleicht liegt es daran, dass wir uns schon seit fast acht Jahren kennen.

Frage: Wie bitte?

Ono: Vor einiger Zeit haben wir festgestellt, dass wir beim Confederations Cup 2001 gegeneinander gespielt haben - er mit Kanada, und ich mit Japan. Es gibt sogar ein Foto, auf dem ich einen Freistoß schieße und Daniel in der Mauer steht. Der Ball ist reingegangen und wir haben 3:0 gewonnen.

Frage: Kommen wir zu einem etwas unangenehmeren Thema: die Hinrunde…

Ono: Müssen wir das? Ich will das letzte halbe Jahr möglichst schnell abhaken. Das ist sowohl für die Mannschaft als auch für mich nicht gut gelaufen. Ich habe lediglich drei Spiele bestreiten können, damit kann ich nicht zufrieden sein. Vor allem die Fans tun mir Leid, sie haben einen besseren Shinji Ono verdient.

Frage: Dennoch wirkenSie viel befreiter als zuletzt. Woran liegt das?

Ono: In erster Linie liegt es daran, dass ich nahezu verletzungsfrei bin. Ich fühle mich auf dem Platz wieder wohl und habe zurzeit einfach große Lust auf Fußball. Wenn das so bleibt, dann werden die Fans in der Rückrunde hoffentlich noch viel Spaß an mir haben.