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Schiedsrichter Deniz Aytekin nimmt nach Rücksprache mit Michael Gregoritsch
Schiedsrichter Deniz Aytekin nimmt nach Rücksprache mit Michael Gregoritsch - © IMAGO/Oliver Ruhnke
Schiedsrichter Deniz Aytekin nimmt nach Rücksprache mit Michael Gregoritsch - © IMAGO/Oliver Ruhnke
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Fairplay statt Freistoß: Viel Lob für Michael Gregoritsch

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Der Moment kurz vor der Pause hätte Augsburg im Spiel beim Hamburger SV eine große Chance einbringen können. Doch stattdessen wurde die Situation zu einem besonderen Beispiel für Fairness im Profifußball. Ausgerechnet der gefoulte Michael Gregoritsch gab auf Nachfrage zu, dass kein Foul vorgelegen habe.

Eine strittige Szene mit unerwartetem Ausgang

Es sind genau diese Momente, die den Fußball über das bloße Ergebnis hinausheben. Beim 1:1 zwischen Hamburg und Augsburg rückte nicht ein Tor oder eine Parade in den Mittelpunkt, sondern eine Szene kurz vor der Pause.

Nach einem Zweikampf mit Fábio Vieira entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin zunächst auf Freistoß für Augsburg in einer vielversprechenden Position direkt vor dem Strafraum. Doch dann nahm das Ganze eine unerwartete Wendung.

Wer trägt die Verantwortung?

Im Anschluss an eine kurze Behandlungspause suchte Aytekin das Gespräch mit Michael Gregoritsch, der zuvor vermeintlich gefoult worden war. Der Österreicher zeigte sich bemerkenswert ehrlich: Er stellte klar, dass kein Foul vorgelegen hatte. Die Konsequenz? Augsburg verlor eine hochkarätige Standardsituation und das freiwillig. Eine Entscheidung, die im modernen Profifußball selten geworden ist.

Michael Gregoritsch bekam dafür direkt Respekt und nicht nur von Fábio Vieira, sondern auch von anderen Spielern und auch von beiden Cheftrainern. "Der Schiedsrichter hat die Situation richtig gelöst. Zunächst dachte ich auch, dass es Freistoß gibt. Dann hat mich der Schiedsrichter gefragt, ob ich auf ihm gelandet bin. Ich hatte kurz das Gefühl, dass es vielleicht trotzdem einen Freistoß geben könnte, aber am Ende war Schiedsrichterball schon die richtige Entscheidung", so der Fairplay-Held dieses Spiels.

Respekt auf beiden Seiten nach der strittigen Szene - DFL/Getty Images/Oliver Hardt

Was bleibt von diesem Fairplay-Moment?

Am Ende bleibt mehr als nur ein Punkt für beide Teams. Die Szene wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie viel Fairness verträgt der Profifußball? Und wo endet die Verantwortung des Spielers und beginnt die des Schiedsrichters? Gregoritsch hat eine klare Antwort gegeben. Ob sie Schule macht, ist eine andere Frage.