Düsseldorf - Beim letzten Test vor dem Rückrundenstart am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Köln konnte der 1. FC Kaiserslautern nicht überzeugen.

Beim Wintercup in Düsseldorf blieben die Pfälzer in den beiden 45-minütigen Partien gegen Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf ohne Torerfolg. Am Ende belegte der FCK Platz 3.

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Marco Kurz nicht zufrieden. Im Gespräch mit bundesliga.de maß der Coach den letzten Resultaten aber auch keine allzu große Bedeutung bei.

bundesliga.de: Herr Kurz, der 1. FC Kaiserslautern hat beim Wintercup in Düsseldorf den 3. Platz belegt. Wie zufrieden waren Sie mit dem Auftritt Ihrer Mannschaft?

Marco Kurz: Der Wintercup ist ein gut organisiertes Turnier mit hervorragenden Bedingungen. Leider haben wir das Turnier nicht richtig angenommen. Wir haben eine Gelegenheit verpasst, mehr Sicherheit für die Bundesliga zu bekommen. Aber davon geht die Welt nicht unter. Wir haben vorher sehr gut gearbeitet, beim Turnier hätte ich mir aber ein besseres Auftreten erwünscht. Es ist schade, dass wir das nicht getan haben. Aber für das Spiel am Sonntag hat das nichts zu bedeuten.

bundesliga.de: Wie fällt Ihr Fazit der Vorbereitung auf den Rückrundenstart aus?

Kurz: Wenn ich ein Resümee über die gesamte Vorbereitung ziehe, fällt dies positiv aus. Die Mannschaft hat alles sehr gut umgesetzt. Ich bin auch über den Wintercup nicht enttäuscht. Jetzt sind wir wenigstens wieder wach. Wir waren in der letzten Woche viel unterwegs. Erst das Hallenturnier, dann die Reise ins Trainingslager, die Rückreise und die Anfahrt hier. Das ist sehr komprimiert und nicht einfach. Aber wir sind Profis und kommen damit klar.

bundesliga.de: Ist der FCK gut gerüstet für die Rückrunde?

Kurz: Ich denke schon. Wir bewerten die Vorbereitungsspiele nicht so hoch, wenn wir erfolgreich und gut spielen. Und wir regen uns nicht auf, wenn wir nicht so erfolgreich spielen wie in Düsseldorf. Unterm Strich wird am Sonntag das Spiel gegen Köln der Prüfstein sein.

bundesliga.de: Der FCK hat im Vergleich zu anderen Vereinen wie eben Köln oder Mönchengladbach in der Winterpause personell nicht nachgelegt und vertraut dem erfolgreichen Kader der Hinrunde. Ist das der richtige Weg oder gucken Sie auf das, was die Konkurrenz macht?

Kurz: Es ist immer wichtig, die eigenen Hausaufgaben zu machen. Wenn man auf die Konkurrenz gucken muss, macht man selbst etwas verkehrt. Wir haben durchaus großes Vertrauen in unseren Kader. Wir können auch nicht beurteilen, was andere Vereine machen und welche Mittel sie haben. Wir haben immer gesagt: Wenn wir eine Option haben, von der wir überzeugt sind, dann tun wir etwas.

bundesliga.de: Wie richtungweisend ist das Auftaktspiel gegen Köln? Es besteht die Möglichkeit, einen Konkurrenten weiter auf Abstand zu halten.

Kurz: Absolut. Das wird unser Ziel sein. Wir können Köln distanzieren. Aber es wird so oder so nichts passieren, egal ob wir gewinnen oder verlieren. Wir wollen natürlich positiv in die Runde starten, weil wir gleich eine "englische Woche" vor uns haben. Da ist es gut, mit einem positiven Gefühl auch ins nächste Spiel zu gehen. Da wollen wir zeigen, dass wir die Besseren sind.

bundesliga.de: Wie beurteilen Sie die Entwicklung Ihrer Mannschaft insgesamt, die in der Hinrunde einen Lernprozess durchlaufen hat? Anfangs wurden vor allem auswärts Spiele trotz einer 1:0-Führung noch verloren, am Ende der Hinrunde nicht mehr.

Kurz: Diese Hürde haben wir übersprungen, aber die Mannschaft befindet sich immer noch in einem Lernprozess. Wir sind ein Aufsteiger, bei dem es immer wieder Schwankungen geben wird. Wir werden unter dem Strich sehen, wie weit wir uns entwickelt haben. Am Ende einer Saison steht ein realistisches Ergebnis. Wir wollen die Bundesliga halten. Um das zu schaffen, müssen wir im Vergleich zur Vorrunde eine weitere Entwicklung nehmen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski