Schalkes Führung reagierte auf die Niederlage im Revierderby gegen Bochum mit deutlichen Worten. Schalkes Vorstand Peter Peters gab ein klares Bekenntnis zu Trainer Fred Rutten ab. Manager Andreas Müller übte Kritik an der Mannschaft und belegte Rafinha mit einer Geldstrafe.

"Diese Niederlage ist für uns sehr enttäuschend und ich kann auch die Enttäuschung unserer Fans verstehen", sagte Peters nach der Partie. Für das Vorstandsmitglied der "Königsblauen" ist das 1:2 in Bochum eine "bittere Momentaufnahme für Schalke 04".

Stocksauer reagierte Müller auf die Leistung der Mannschaft am Samstag: "Dieses Spiel haben wir fahrlässig und leichtsinnig aus der Hand gegeben. Gerade in einem solchen Derby müssen wir die Zweikämpfe annehmen und aggressiv spielen. Ich sage es ganz deutlich: Die Spieler haben den Club in diesem Spiel hängen gelassen."

Tönnies: "Keine Entscheidungen aus der Hüfte heraus"

Fragen nach den Auswirkungen dieser Niederlage auf die weitere Zusammenarbeit mit Chef-Trainer Fred Rutten beantwortete Peters eindeutig: "Es wird keine personellen Konsequenzen geben. Auch mit meinem Vorstandskollegen Andreas Müller arbeite ich loyal und vertrauensvoll zusammen."

Müller gab Rutten ebenfalls Rückendeckung: "Dieser Trainer tut alles für die Mannschaft und arbeitet hart, professionell und intensiv."

Auch der Aufsichtsrats-Vorsitzende Clemens Tönnies schloss personelle Konsequenzen aus. "Ich bin weder mit dem Verlauf der Saison, noch mit dem Spiel in Bochum zufrieden", sagte Tönnies. "Wir treffen jedoch keine Entscheidungen aus der Hüfte heraus."

Geldstrafe für Rafinha

Ein Konsequenz gab es aber schon: Nach dem Studium der Fernsehbilder belegte Müller den Spieler Rafinha mit einer Geldstrafe. "Ich fordere Aggressivität auf dem Platz, aber auch professionelles Verhalten", erklärte der Manager nach einer Unbeherrschtheit des brasilianischen Abwehrspielers im Derby gegen Bochum. "Rafinha muss sein Verhalten auf dem Platz jetzt endgültig verändern."

Müller setzt nun auf Einigkeit bei den "Königsblauen", um wieder in ruhigere und erfolgreichere Gefilde zu gelangen: "Die Situation ist für Schalke sehr schwierig. Wir können sie nur gemeinsam meistern: Mannschaft, Trainer und Vorstand."