Valérien Ismaël legt die Stirn in Falten, wenn er an seine Einsatzchancen für das Heimspiel gegen den FC Bayern denkt: "Es wird eng", so die Einschätzung des ehemaligen Bayern-Spielers.

Nach den jüngsten Pleiten in Leverkusen und auf Schalke laste auf Hannover ein zusätzlicher Druck. Deshalb sei es zunächst wichtig, dass die Mannschaft wieder an den Grundlagen arbeitet, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen.

Frage: Hannover 96 konnte seit zwanzig Jahren keinen Heimsieg gegen die Münchner feiern. Wie sehen Sie die Chancen für Samstag? Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um gegen den Rekordmeister zu spielen?

Valerien Ismael: Ich weiß nicht, ob man das so sagen kann. Spiele gegen Bayern sind immer etwas Besonderes. Dadurch, dass wir in Leverkusen und Schalke verloren haben, lastet auf uns ein zusätzlicher Druck. Natürlich wollen wir gerade bei der Atmosphäre, die uns am Samstag erwartet, gegen Bayern punkten und uns aus der aktuellen Situation herausziehen.

Frage: Bayern ist am Mittwoch eine kleine Wiedergutmachung für das 2:5 gegen Bremen gelungen. War die Niederlage also nur ein Ausrutscher?

Ismael: Ich selber kann mich kaum erinnern, dass Bayern zu Hause fünf Stück kassiert hat. Von daher war mir klar, dass gegen Nürnberg eine klare Antwort kommt. Wichtig ist jedoch, dass wir auf uns schauen und nicht auf Bayern München. Wir sollten den Fokus auf unsere Stärken, auf unser Spiel und unsere Einstellung lenken, schließlich darauf aufbauen und für die nächsten Spiele Selbstvertrauen tanken.

Frage: In dieser Saison sind die Leistungen von 96 sehr schwankend: Wo stehen die Roten nun wirklich? Kommen die Probleme teilweise durch die veränderte Rolle, die mit den gestiegenen Ansprüchen in Hannover einhergeht?

Ismael: Momentan sind wir mit unserem spielerischen Anspruch noch in der Mitte: Wir spielen nicht wie Cottbus, aber auch nicht wie Bremen. Die Antwort liegt dazwischen, da müssen wir unseren Weg gehen. Wenn man allerdings keinen guten Lauf hat, muss man erst einmal wieder an den Grundlagen arbeiten. In unserer jetzigen Situation muss jeder für den anderen da sein. Danach kann man darauf aufbauen und peu à peu versuchen, auch wieder spielerisch zu glänzen und höhere Ziele anzugehen. Jetzt geht es allerdings erstmal darum, dass wir uns als Mannschaft präsentieren. Das ist sehr wichtig.

Das komplette Interview finden Sie auf der Webseite von Hannover 96