Nach langen Verhandlungen ist der Wechsel von Eljero Elia von Twente Enschede zum Hamburger SV endlich perfekt.

Am Sonntag wurden dazu die letzten Details geklärt. Um 14.25 Uhr landete der 22-Jährige mit der Maschine aus Amsterdam auf dem Hamburger Flughafen.

Auf dem Weg in die Stadt gab Elia sein erstes Interview. Er spricht über seine Gründe für den Wechsel zum HSV, seine ersten Eindrücke von Hamburg und seinen Kontakt zu Romeo Castelen.

Frage: Herr Elia, herzlich Willkommen in Hamburg. Nach langen Verhandlungen ist der Wechsel von Twente Enschede zum HSV perfekt. Wie haben Sie die letzten Tage erlebt?

Eljero Elia: Ich wollte endlich Klarheit und bin sehr froh, dass nun alles geklärt ist. Der HSV ist ein super Verein und ich freue mich auf die Mannschaft und den Trainer.

Frage: Sie wurden von vielen internationalen Vereinen umworben, unter anderem waren auch Arsenal, Chelsea und Tottenham im Gespräch. Was hat den Ausschlag für den HSV gegeben?

Elia: Es stimmt, es gab viele Vereine, die mich haben wollten. Auch Ajax Amsterdam hat sich zum Schluss noch einmal gemeldet. Doch meine Entscheidung war klar. Ich wollte nur nach Hamburg. Der HSV ist ein super Verein. Im Januar war ich beim Heimspiel gegen Bayern München im Stadion und habe die Mannschaft spielen gesehen und die tolle Atmosphäre genossen - mitten zwischen den Fans.

Frage: Wie kam es zu diesem Besuch in der Fankurve?

Elia: Ich sollte mich nicht auf die Haupttribüne oder in eine Loge setzen, damit mich keiner erkennt. So war ich hautnah bei den Fans dabei.

Frage: Haben Sie vorher mit einigen anderen Holländern vom HSV Kontakt gehabt?

Elia: Ich habe mit Joris Mathijsen, Romeo Castelen, Rafael van der Vaart und Khalid Boulahrouz gesprochen. Alle haben mir gesagt: Du musst unbedingt zum HSV wechseln. Es ist unglaublich dort. Es ist gut für deine sportliche Entwicklung und auch gut für deine Familie. Du wirst dich dort wohlfühlen. Ich wollte es selber sehen und nach dem Bayern-Spiel war dann für mich klar, dass ich hier unbedingt einen Vertrag unterschreiben wollte.

(Der Wagen fährt an einem Haus vorbei, aus dem an einem Fenster eine HSV-Fahne weht)

Elia: Und das ist auch etwas, das ich gleich gespürt habe. Der Verein ist in der ganzen Stadt zuhause und hat unglaublich tolle Fans. Ich bin damals sechs Stunden durch Hamburg gefahren. Es ist super hier. Ich denke, auch meine Frau wird sich hier wohlfühlen. In fünf Wochen soll unsere Tochter zur Welt kommen. Deshalb freue ich mich, dass jetzt alles geklärt ist und wir anfangen können zu planen. Nach der Geburt wird sie so schnell wie möglich nachkommen.

Frage:Zu Romeo Castelen haben Sie ein besonderes Verhältnis...

Elia: Er kommt wie ich von Ado Den Haag. Dort habe ich in der Jugend gespielt, als er für die erste Mannschaft debütiert hat. Er war damals mein großes Vorbild. Wir sind ähnliche Spielertypen. Es ist schön, jetzt mit ihm in einer Mannschaft zu spielen. Darauf freue ich mich besonders.

Frage: Welchen Stellenwert hat die Bundesliga für Sie?

Elia: Die Bundesliga ist in den Niederlanden sehr populär. Jede Woche werden Spiele im TV übertragen und ich habe das Geschehen schon lange verfolgt. Es ist eine sehr ausgeglichene Liga mit großen Vereinen und vielen Zuschauern. Hier gibt es jede Woche Top-Spiele. Das ist sehr gut für meine sportliche Entwicklung.

Frage: Hatten Sie schon Kontakt zu Bruno Labbadia?

Elia: Mit ihm habe ich bereits ausführlich gesprochen und freue mich nun auf das Trainingslager. Dort werde ich endlich auch alle anderen persönlich kennen lernen.

Das komplette Interview finden Sie auf der Webseite des Hamburger SV.