Bremen - Sie lachten, sie feixten, die Zeichen standen auf Rückkehr. Kurze Sprints, Sprungübungen, Torschüsse - und doch gibt es für den SV Werder Bremen keine abschließende Erkenntnis. Noch am Donnerstagvormittag hatte Fitness-Trainer Yann-Benjamin Kugel mit den zuletzt angeschlagenen Claudio Pizarro und Tim Borowski den Ernstfall getestet. Dennoch, die Frage bleibt: Reicht es, oder fallen sie aus? Die Antwort muss vertagt werden.

Werder-Fans und vor allem Cheftrainer Thomas Schaaf müssen sich weiter gedulden. Denn das Mitwirken der beiden Werder-Profis am Freitagabend beim Auswärtsspiel in Frankfurt ist auch nach dem Abschlusstraining ungewiss.

Pizarro würde nachfliegen

Zwar absolvierte Borowski die letzte Einheit in Bremen mit den Teamkollegen, "doch ob er die Belastung dort komplett tolerieren kann, müssen wir abwarten", erklärte Schaaf bereits am Mittag auf der abschließenden Pressekonferenz.

Ein noch größeres Fragezeichen sieht Schaaf unterdessen hinter einem Einsatz von Torjäger Claudio Pizarro. "Er wird morgen früh noch einmal in Bremen trainieren und dann schauen, ob es funktioniert. Momentan würde es noch nicht klappen", konstatierte der Werder-Coach.

Schaaf erklärte die Maßnahme, Pizarro vorerst nicht mit nach Frankfurt zu nehmen damit, dass "wir die Behandlung hier vor Ort nutzen wollen, um uns einfach die Chance für Freitagabend offen zu halten, dass er noch einmal trainiert und dann entscheidet. Wenn es machbar ist, wird er nachfliegen", sagte der 49-Jährige. Der logistische Aufwand stelle dabei kein Hindernis dar: "Es gehen genügend Flieger nach Frankfurt, das ist nicht das Problem."