Köln – Der Sport-Club Freiburg ist zurück. Nach dem Abstieg in der Vorsaison haben die Breisgauer den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft. Dabei setzte Coach Christian Streich auf ein alt bewährtes Erfolgsrezept im Breisgau: den eigenen Nachwuchs.

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Umbruch, Neuaufbau, von vorne anfangen: Als sich der SC Freiburg im Sommer 2015 aus der Bundesliga verabschiedete, da klang es in vielen Berichten nicht nach einer schnellen Rückkehr ins Oberhaus. Die Verantwortlichen ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken, arbeiteten gleichermaßen unaufgeregt wie konzentriert und wurden dafür belohnt.

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Eigengewächse als Säulen des Teams

Es war eine beeindruckende Demonstration der Stärke, die die Freiburger hinlegten. Trotz der äußerst starken Konkurrenz marschierte der Sport-Club souverän durch die 2. Bundesliga und wurde mit fünf Punkten Vorsprung Meister.

Dass die Freiburger dabei weitestgehend auf Spieler setzen konnten, die schon seit vielen Jahren im Club aktiv sind, ist der Freiburger Fußballschule zu verdanken. Zahlreiche Spieler wurden in dem mehrfach ausgezeichneten Nachwuchsleistungszentrum gefördert. Vom Aufstiegskader der Saison 2015/16 wurden neben Keeper Alexander Schwolow auch die Stammspieler Maximilian Philipp, Nicolas Höfler, Immanuel Höhn und Christian Günter dort ausgebildet. Weitere vier Eigengewächse bekamen erste Einsatzzeiten im Profibereich.

Einer der bekanntesten Söhne der vereinsinternen Talentschmiede ist wohl Matthias Ginter, der nach seinem Abschied aus Freiburg noch vor seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Club Borussia Dortmund für die deutsche Nationalmannschaft nominiert wurde – und als Weltmeister aus Brasilien zurückkehrte. Oliver Baumann hält seit 2014 den Kasten bei der TSG Hoffenheim sauber, sein Kollege Jonathan Schmid folgte ihm 2015 in den Kraichgau. Auch gestandene Bundesliga-Stars wie etwa Sascha Riether oder Dennis Aogo (beide FC Schalke 04) wurden beim Sport-Club ausgebildet.

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Grifo und Petersen führen an

Vincenzo Grifo, gerade einmal 23 Jahre alt, gehörte in der abgelaufenen Saison zu den absoluten Führungsspielern der Mannschaft. Der Deutsch-Italiener spielte eine überragende Runde. 14 Tore, darunter einige spektakulär verwandelte Freistöße, und elf Vorlagen gelangen dem Spielmacher. Im Mittelfeld unterstützt wurde er dabei vom albanischen EM-Fahrer Amir Abrashi und dem starken Mike Frantz, der mit sechs Toren und sieben Assists zu den Topscorern des Teams gehörte. Eine wichtige Ergänzung war zudem der aus Mainz bis Juni 2017 ausgeliehene Florian Niederlechner. Acht Tore, darunter fünf Führungstreffer, gelangen dem Ex-Heidenheimer in nur 14 Spielen in der Rückrunde. Zudem schlug Nils Petersen erneut voll ein und avancierte mit 21 Toren zum zweitbesten Torschützen der 2. Bundesliga.

Trainer Christian Streich, der viele Jahre Leiter der Freiburger Fußballschule war, will auch in der Bundesliga auf seine Aufsteiger und den stetig nachrückenden Nachwuchs setzen. Mit frechem Offensivfußball der Freiburger Schule wird der Klassenerhalt angestrebt. Die Bundesliga darf sich auf eine Bereicherung freuen.

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