Verband: The Football Association Ltd.

Gegründet: 1863

FIFA-Mitglied seit: 1905

Bisherige WM-Teilnahmen: 13

WM-Erfolge: 1x Weltmeister (1966), 1x Halbfinale (1990)

Geschichte des Fußballs in England:

Mitte des 19. Jahrhunderts machte ein neuer Sport in England die Runde: Football. Von der britischen Insel aus eroberte das Spiel mit dem "runden Leder" die ganze Welt. Bereits 1863 wurde in England der Verband gegründet. 1888 wurde mit "The Football League" die erste Profi-Fußballliga der Welt ins Leben gerufen. Bereits 1872 bestritt die englische Nationalmannschaft ihr erstes Länderspiel. Gegen Schottland gab es ein 0:0. Als der ersten Nationalmannschaft der Welt gelang es den Engländern, mehr als 2.000 Tore zu schießen. Der Jubiläumstreffer ging aufs Konto von Gareth Barry (15. November 2011 1:0 gegen Schweden). Die höchste englische Spielklasse ist die Premier League, die in dieser Form seit 1992 existiert. Aktuell spielen 20 Mannschaften in der höchsten der vier Profiligen Englands. Manchester United gewann 13 Meisterschaften. Addiert man die Titel, die vor 1992 vergeben wurden, steht United sogar bei 20 Meisterschaften, dicht gefolgt vom FC Liverpool (18). Aktueller Champion ist jedoch Stadtrivale Manchester City.

WM-Geschichte:

Geoff Hurst trifft beim Triumpf 1966 umstritten

Zum 14. Mal nimmt England in diesem Sommer an einer Weltmeisterschaft teil. Trotz der langen Historie war das Mutterland des Fußballs erst 1950 erstmals bei einer Endrunde dabei. 1966 gelang der Coup im eigenen Land. Dank des noch heute umstrittenen Wembley-Tores gewannen die "Three Lions" den WM-Titel gegen Deutschland. Seither wartet man aber auf einen Titel. 1990 reichte es zu Platz 3. Aber ansonsten war sechs Mal Endstation im Viertelfinale. Dabei rächten sich die Fußballgötter für das Wembley-Tor. Drei Mal flog England im Elfmeterschießen raus. 1982 flog man ohne Niederlage aus dem Turnier und 1986 beendete "die Hand Gottes" von Diego Maradona alle Titelträume.

Star und Trainer:

Nach dem Karriereende von David Beckham ist Wayne Rooney der unumstrittene Topstar der "Three Lions". Der Stürmerstar von ManUnited traf allein in der WM-Qualifikation sechs Mal. Er bekommt die Bälle von den "alten Hasen" im Mittelfeld zugespielt: Frank Lampard (Chelsea) und Steven Gerrard (Liverpool). Im Tor soll Joe Hart den Fluch der Keeper-Patzer begraben. Doch er saß bei Manchester City zuletzt immer wieder auf der Bank. Trainiert werden die Engländer seit dem 1. Mai 2012 von Roy Hodgson. Kurz nach Amtsantritt führte er das Team ins Viertelfinale der EURO. Zuvor war Hodgson 36 Jahre lang als Vereinscoach sowie als Trainer der Schweiz und von Finnland tätig.

England und die Bundesliga:

Michael Mancienne (r.) spielt beim HSV

Im Mutterland des Fußballs verlässt man nur ungern die Heimat. Schließlich spielen allein in der Premier League sechs Vereine aus der Hauptstadt London. Dennoch konnte die Bundesliga immer wieder den einen oder anderen Diamanten nach Deutschland locken. Den Anfang machte Kevin Keegan. "Mighty Mouse" spielte ab 1977 beim Hamburger SV und führte die Hanseaten in ihre wohl glorreichsten Bundesliga-Zeiten. Tony Woodcock folgte 1979 und spielte drei Jahre beim 1. FC Köln. Weniger berühmt ist Peter Hobday. Er schaffte in den 1980ern den Weg vom drittklassigen TuS Schloß Neuhaus (heute SC Paderborn) bis in die Bundesliga (Hannover, Frankfurt). Nach kurzer Pause kam 1990 mit Mark Farrington endlich wieder ein Engländer in die Bundesliga. Bei Aufsteiger Hertha BSC konnte er sich aber nie durchsetzen. Owen Hargreaves spielte schon in der Jugend beim FC Bayern und reifte beim deutschen Rekordmeister schließlich zum Nationalspieler. Bis 2007 spielte er 145 Mal in der Bundesliga. Heute ist mit Michael Mancienne noch ein Engländer in der Bundesliga aktiv (HSV).