Köln - Die Bundesliga geht in den Hinrunden-Endspurt 2014/15. Nimmt man den FC Bayern München einmal aus, so ist die Liga sehr eng beisammen. Die Tabelle könnte bis zur Winterpause noch ein ganz anderes Gesicht bekommen könnte. Für den 1. FSV Mainz 05 kommt es vor allem darauf an, nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen.

Update nach dem 15. Spieltag

Und schon wieder kein Sieg. Gegen den VfB Stuttgart gab es erneut nur eine Punkteteilung, mit 1:1 trennten sich die Rheinhessen zuhause von den Schwaben. In der Tabelle geht es deshalb weiter bergab. Die Nullfünfer haben den Platz mit dem 1. FC Köln getauscht. Erneut fehlte die nötige Zielstrebigkeit, das Mainzer Tor fiel auch nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einem Freistoß. "Wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht. Wir müssen aber das 2:0 machen. Uns fehlte dann ein wenig die Aggressivität und das Durchsetzungsvermögen. Insgesamt fehlt das Glück glaube ich", erklärte Trainer Kasper Hjulmand nach dem Spiel.

Mainz vor dem Start der englischen Woche

Mainz holte bereits vor der Länderspielpause nur noch einen Punkt aus drei Spielen, mehr gelang ihnen danach auch nicht (ebenfalls nur ein Remis aus drei Spielen). Der FSV ist somit seit sechs Spielen sieglos (zwei Remis, vier Niederlagen), so lange wie aktuell kein anderes Team.

Das hatte Folgen: Erstmals in dieser Saison und damit erstmals unter Trainer Kasper Hjulmand weist der FSV eine negative Bilanz auf: Drei Siege, sieben Remis und vier Niederlagen. Rang elf ist die schlechteste Saisonplatzierung der Mainzer, der Vorsprung auf Schlusslicht VfB Stuttgart beträgt nur noch vier Punkte.

1) Schön, aber nicht effektiv

In der Offensive befindet sich Mainz 05 in den letzten Wochen häufig in einem Dilemma. Zwar kombiniert die Mannschaft bis zum Strafraum ansehnlich, doch dann fehlt es an Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft. Die Verletzung von Jonas Hofmann, der zu Beginn der Saison stark aufspielte, macht sich bemerkbar. Wenn Shinji Okazaki von der gegnerischen Defensive aus dem Spiel genommen wird, fehlt es an Alternativen.

2) Absehbarer Abwärtstrend

Dass möglicherweise ein Tief kommen würde, hatte sich bereits angedeutet, denn defensiv waren die Mainzer oft mit Fortuna im Bunde. Mainz kassierte an den ersten elf Spieltagen zwar nur zwölf Gegentore (nur fünf Teams weniger), so sattelfest, wie es den Anschein hatte, war die Defensive des FSV aber nicht. Die Partie am 11. Spieltag in Leverkusen war symptomatisch: Trotz eines Torschussverhältnisses von 6:24 gab es ein 0:0.

3) Großzügig bei Großchancen

Nur Eintracht Frankfurt gestattete seinen Kontrahenten an den ersten elf Spieltagen mehr Großchancen als die Rheinhessen (18). In Sachen Aluminiumtreffer hatte der FSV oft das Glück auf seiner Seite (sechs Mal). An den letzten drei Spieltagen hatten die Gegner fünf Großchancen, von denen vier genutzt wurden.

4) Fazit: Punkten ist Pflicht

Der FSV muss nun unter Beweis stellen, dass er seine vorhandene Qualität auch abrufen kann. Bevor es am 17. Spieltag gegen den FC Bayern geht, müssen unbedingt Punkte eingesammelt werden, sonst droht eine Winterpause in Abstiegsangst.

Das Mainzer Restprogramm bis zur Winterpause:

Tag

Dat./Erg.

Uhrzeit

Gegner

Spielort

Samstag

13.12./1:1

18:30 Uhr

VfB Stuttgart

Heimspiel

Dienstag

16.12.

20:00 Uhr

1. FC Köln

Auswärtsspiel

Freitag

19.12.

20:30 Uhr

FC Bayern München

Heimspiel

Stefan Schinken und Tobias Anding

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