München - Das Warten hat ein Ende: Im Berliner Olympiastadion wird wieder Bundesliga-Fußball gespielt. Zum Auftakt ist der 1. FC Nürnberg zu Gast in der Hauptstadt (ab 18 Uhr im Live-Ticker)

Nach der intensiven Vorbereitung und dem souveränen Sieg in Meuselwitz scheint die Mannschaft von Hertha BSC für den Start gerüstet. In den beiden Trainingslagern nahm Trainer Markus Babbel die Spieler hart ran, um für die entsprechende Fitness während der Spielzeit im "Oberhaus" zu sorgen.

Beide Teams mit Pokal-Schwung

In der 1. Runde des DFB-Pokals konnten die Spieler das Erarbeitete sofort auf dem Platz in Erfolg umwandeln. Gegen den ZFC Meuselwitz war Hertha über 90 Minuten die überlegene Mannschaft und ließ zu keiner Zeit Zweifel an einem möglichen Weiterkommen aufkommen. Nach Toren von Ebert, Ottl und einem "Doppelpack" von Ramos gewann der Hauptstadtclub mit 4:0 und zog sicher in die nächste Runde ein.

Auch der 1. FC Nürnberg gab sich bei seinem ersten Pflichtspiel keine Blöße. Gegen Arminia Bielefeld setzte man sich mit 5:1 durch und damit seine Siegesserie fort. In der Vorbereitung gewann man sechs von sechs Spielen, mit dem Sieg im Pokal ist man also sieben Spiele in Folge ungeschlagen.

Probleme in der Defensive bei Nürnberg

Kurz vor dem Match im Olympiastadion plagen "Club"-Trainer Dieter Hecking kurzfristig Verletzungssorgen. Per Nilsson, eigentlich feste Größe in der Innenverteidigung, wird ausfallen. Für ihn wird voraussichtlich Neuzugang Timm Klose verteidigen. Hinter dem Einsatz des in der Vorbereitung auftrumpfenden Robert Mak, der vor allem über die Außen kommt, steht noch ein Fragezeichen. Zudem sind Phillipp Wollscheid und Timothy Chandler angeschlagen.

Bei Hertha BSC konnten sich zuletzt die angeschlagenen Thomas Kraft und Maik Franz wieder fit melden. Beide werden damit wohl auch in der ersten Elf von Markus Babbel stehen. Kraft hat als Nummer eins den Platz im Tor sicher und Franz gilt als aussichtsreichster Kandidat auf die Hubnik-Vertretung in der Innenverteidigung an der Seite von Kapitän Mijatovic.

Bestbesuchtes Auftaktspiel

Am Samstag gilt es gegen Nürnberg einen guten Start in die Bundesligasaison hinzulegen und die ersten Punkte für das Ziel Klassenerhalt einzufahren. Mit ca. 60.000 erwarteten Zuschauern, wird das Spiel zum bestbesuchten Auftaktspiel im Olympiastadion seit zehn Jahren.

"Jetzt geht es um Punkte, jetzt kommt der Druck dazu", sagte Babbel vor dem Spiel. Mit drei Zählern zum Start könnte die Mannschaft einigen Druck von sich nehmen. Der Bundesligastart, dazu so viele Fans im eigenen Stadion - das sollte für die Mannschaft Motivation genug sein, um den 1. FC Nürnberg zu schlagen und mit einem Heimsieg die Aufstiegseuphorie mit in die Saison zu tragen.

Aber auch der Gegner reist mit Selbstvertrauen an. "Wenn es um Meisterschaftspunkte geht, ist die Schlagzahl - was Tempo, Zweikampfführung, Konsequenz und Druck angeht - doppelt so hoch", weiß FCN-Coach Hecking: "Nach einer sehr langen und erfolgreichen Vorbereitung und dem gelungenen Spiel in Bielefeld hoffe ich natürlich, dass wir in der Bundesliga - ähnlich wie im vergangenen Jahr in Gladbach - einen erfolgreichen Auswärtsstart hinlegen."