München - Mit dem spät hergestellten Europa-League-Erfolg in Odense im Rücken peilt der VfB Stuttgart nun auch in der Bundesliga die Wende zum Guten an. Gegen Eintracht Frankfurt wollen die Schwaben am Sonntag (ab 15 Uhr im Live-Ticker) die nötigen Punkte einfahren, um das Tabellenende zu verlassen.

"Es liegt wenig Zeit zwischen dem Europapokalspiel und der wichtigen Partie gegen Frankfurt", sagt VfB-Trainer Christian Gross. "Dennoch müssen wir frisch ins Spiel gehen und den Schwung aus dem 2:1-Sieg in Odense mitnehmen. Ich hoffe, dass uns das Erfolgserlebnis weiter positiv voranbringt."

Eintracht liegt dem VfB

Zwar warte auf die Schwaben "wieder ein völlig anderes Spiel". Doch die Erfahrungswerte aus der Bundesliga-Historie nähren Gross' Hoffnung. Denn in den vergangenen acht Liga-Duellen mit den Hessen blieb Stuttgart ungeschlagen bei sechs Siegen und zwei Remis. Die 149 Tore, die der VfB der Eintracht bislang einschenkte, werden nur von den 151 Treffern überboten, die die Schwaben gegen den 1.FC Kaiserslautern zuwege brachten.

Allerdings - das sei nicht verschwiegen - kommt Frankfurt auch schon auf 134 Tore gegen den VfB. So oft traf die Eintracht gegen keinen anderen Kontrahenten.

Der gesperrte Mauro Camoranesi sowie die verletzten Philipp Degen, Johan Audel, Daniel Didavi und Timo Gebhart fehlen Stuttgart gegen die Eintracht. Neuzugang Mamadou Bah hat sich dagegen mit seinem couragierten Auftritt in Dänemark vorerst einen Platz in der Startelf gesichert.

Bah "schnörkellos"

"Er hat sich durch seine schnörkellose und beinahe fehlerfreie Spielweise so aufgedrängt, dass er wieder spielt", sagte Gross. Pavel Pogrebnyak hatte der Coach in Odense eine Pause gegönnt hat, weil der Russe "in den letzten Wochen viele Spiele absolviert hat".

"Ich rechne damit, dass er wieder in die Startelf zurückkehrt", sagt Eintracht-Trainer Michael Skibbe über den bulligen Angreifer. Er selbst kann wieder auf Patrick Ochs zurückgreifen, der nach abgesessener Sperre in die Mannschaft zurückkehrt. Auch Alexander Meier könnte wieder in die erste Elf rücken.

Zu der werden Theofanis Gekas und Pirmin Schwegler ebenfalls gehören. Der schon viermal erfolgreiche Torjäger hatte im Freitagstraining einen Schlag auf die Achillessehne bekommen, Schwegler wurde von einem Ball am Hinterkopf getroffen. "Ich rechne aber damit, dass beide dabei sein können", gab Skibbe Entwarnung.

Amanatidis kommt von der Bank

Etwas vorsichtiger ist der Trainer bezüglich Ioannis Amanatidis. Der Grieche hatte in der Vorwoche beim 2:0 gegen Nürnberg sein Comeback gefeiert. "Sein Zustand ist noch nicht so, dass er durchspielen kann", urteilte Skibbe. Amanatidis wird in Stuttgart also erneut die Jokerrolle zukommen.

Martin van de Flierdt