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Eintracht Frankfurt marschiert durch die Bundesliga

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Die Mannschaft der Stunde kommt aus Frankfurt. Durch den starken 3:1-Sieg bei Borussia Mönchengladbach gewannen die Hessen vier der letzten fünf Bundesliga-Spiele und sind mit zwölf Punkten in diesem Zeitraum das erfolgreichste Team. Ein neues Traum-Duo und eine ganz besondere Stärke sind wichtige Faktoren für diesen Erfolg.

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Die Stimmung hätte nach dem Spiel in Gladbach für das Team Eintracht Frankfurt kaum besser sein können. Nach dem 3:1-Erfolg stehen die Hessen nun erstmals in dieser Saison auf einem Champions-League-Platz. Rang vier ist ihre beste Platzierung seit eineinhalb Jahren, somit ihre beste unter Oliver Glasner. "Es war ein völlig verdienter Sieg", sagte der Cheftrainer nach dem Sieg und fügte hinzu: "Die Spieler haben das umgesetzt, was wir uns vorgestellt haben. Gladbach hat versucht, über das Zentrum mit Kombinationen durchzukommen, wir waren hier aber wach bei den Ballgewinnen. In der Offensive haben wir unser Tempo sehr effizient und gut ausgespielt."

Mit Powerfußball überrannten die Adlerträger die Borussia förmlich und machten durch Jesper Lindströms Doppelpack und Eric Dina Ebimbes Premierentreffer den nächsten Sieg klar. Vor allem die Offensive der SGE ist derzeit kaum zu bändigen: Frankfurt stellt hinter dem FC Bayern den zweitbesten Angriff der Bundesliga. 24 Treffer nach elf Spieltagen sind die zweitbeste Ausbeute der Hessen in diesem Jahrtausend (2018/19 waren es 26). Zudem hat die SGE die beste Trefferquote (im Schnitt nur sechs Torschüsse für ein Tor) und die viertbeste Abschluss-Effizienz (+3,9) der Bundesliga. Schon dreimal in dieser Saison traf Frankfurt mit seinem ersten Torschuss.

Neues Offensiv-Duo blüht auf

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Diese Wucht im Frankfurter Sturm liegt besonders an Lindström und Randal Kolo Muani, die immer besser in Fahrt kommen und durch ihr Tempo kaum zu stoppen sind. Durch seinen ersten Bundesliga-Doppelpack erzielte Lindström seinen vierten und fünften Bundesliga-Treffer und schoss damit vier Tore in den letzten vier Spielen. Sein Offensivpartner Kolo Muani legte ihm beide Treffer auf und führt mit sechs Vorlagen das ligaweite Ranking an.

In Gladbach wurde Lindström zwar zum Matchwinner, der Däne blieb nach der Partie aber bescheiden und hatte nur lobende Worte für seine Mitspieler: "Kolo ist enorm wichtig für mich, denn wir passen gut zusammen und sind beide schnell. Aber auch Daichi und Rafa helfen mit immer wieder. Das war schon vergangene Saison so und in dieser haben wir jetzt noch mehr Optionen. Auch Mario und Seppl Rode sind extrem wichtig für uns. Auch wenn das Spiel mal hektisch wird, kannst du diese beiden immer anspielen, denn sie haben eine unglaubliche Ruhe."

In der letzten Saison erkannte man häufig die Fähigkeiten des 22-Jährigen, der aber oft noch zu hektisch wirkte und viele Chancen liegen ließ. Daran arbeitete Lindström hart, was sich nun bemerkbar macht: "Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit habe ich mittlerweile mehr Ruhe, dadurch ist mein erster Kontakt besser und dadurch werden auch die Torschüsse gefährlicher."

Sollten Lindström und Kolo Muani in dieser Saison weiter so performen, könnten sie nach der Büffelherde (Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller) oder Kostic/Silva die nächste Traum-Offensive der SGE werden.

Kolo Muani und Lindström bilden das neue Offensiv-Duo der Eintracht - IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon/IMAGO/Sven Simon

Standardstärke und viele Torschützen

Trotz Dreifachbelastung ist die Eintracht derzeit so fit wie schon lange nicht mehr und lief in Gladbach über fünf Kilometer mehr als die Borussia (118,4:113). Im Borussia-Park zeigten die Hessen, was sie neben dem Geschwindigkeitsfußball und der hohen Effizienz in dieser Saison so stark macht: Das 2:0 durch Dina Ebimbe war bereits das dritte Tor nach einer Ecke. Neun Tore nach ruhenden Bällen (je drei nach Ecken, Freistößen und Strafstößen) sind in dieser Bundesliga-Saison Bestwert. Protagonist in dieser Disziplin ist Daichi Kamada, dessen sechs Standardsituationen zu Toren ebenfalls Bestwert sind.

Ein weiterer Vorteil des Eintracht-Kaders ist die Variabilität der Torschützen. Lag das Augenmerk in den letzten Jahren noch auf Stürmern wie Rafael Borre oder Ex-Knipser Andre Silva, ist das Toreschießen zur Teamsache geworden. Elf Frankfurter trugen sich in dieser Bundesliga-Saison bereits in die Torschützenliste ein – das wird einzig vom FC Bayern überboten (13). Der mit Abstand torgefährlichste Mannschaftsteil der SGE ist das Mittelfeld, auf dessen Konto 18 der 24 Treffer gehen. Zwei Mittelfeldakteure sind auch die Top-Torschützen der Hessen: Kamada traf sechsmal (schon jetzt neuer persönlicher Saisonrekord), Lindström fünfmal (schon genauso oft wie in der Vorsaison).

Auf Frankfurt kommen nun entscheidende Wochen zu, in der die aktuelle Form wichtiger denn je wird. Durch den 2:1-Sieg gegen Marseille hat die SGE alle Chancen, um aus eigener Kraft in der Champions League überwintern, dafür muss ein Auswärtssieg bei Sporting Lissabon her. Zuvor ist am 12. Spieltag Borussia Dortmund zum Top-Spiel zu Gast im Deutsche Bank Park. In diesen richtungsweisenden Partien wird sich zeigen, wie viel Sprit noch im Tank ist und ob das neue Offensiv-Duo erneut zaubern kann.