Für Eintracht Frankfurt begann mit dem Schlusspfiff gegen den FC Bayern eine ausgelassene Feier auf dem Feld - © Matthias Hangst/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
Für Eintracht Frankfurt begann mit dem Schlusspfiff gegen den FC Bayern eine ausgelassene Feier auf dem Feld - © Matthias Hangst/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
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5:1 gegen Bayern München: Ein weiteres Highlight für Eintracht Frankfurt

Die jüngere Geschichte von Eintracht Frankfurt ist wahrlich nicht arm an Höhepunkten. Der dramatische Sieg im DFB-Pokalfinale 2018 gegen den FC Bayern München, der rauschhafte Ritt durch die Europa League in der vergangenen Saison, der erst im Halbfinale im Elfmeterschießen endete – und nun ein Fußballfest gegen den deutschen Rekordmeister, den die Eintracht am Samstag mit 5:1 aus den Schuhen spielte.

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"5:1 gegen Bayern gewinnen, das passiert dir einmal im Leben. Ein fantastischer Abend für alle in Frankfurt", griff der erneut starke Trapp-Vertreter Frederik Rönnow emotional zu Recht ins oberste Regal. Natürlich spielte der frühe Platzverweis für Jerome Boateng den Hessen in die Karten und war ein nicht unerheblicher Faktor an diesem Samstag. "Der Schlüssel war sicher die Rote Karte gegen Boateng und die schnelle 2:0-Führung", erklärte Trainer Adi Hütter nach der Partie auch ohne Umschweife.

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Hinteregger mutiert zum Torjäger

Dennoch ist es alles andere als eine Selbstverständlichkeit, die Münchner derart zu beherrschen. "Auch zehn Mann von Bayern 5:1 zu schlagen, ist eine große Auszeichnung", stellte Abwehrrecke Martin Hinteregger nach der Partie dementsprechend fest. Der Österreicher beteiligte sich auch persönlich am hessischen Torreigen und bewies damit einmal mehr, dass er weit mehr als nur ein Toreverhinderer ist. Der Innenverteidiger erzielte in drei der letzten vier Pflichtspiele immer einen Treffer.

Hinzu kommt ein Filip Kostic in herausragender Form, der gegen die Münchner mit seinem 27. Torschuss in dieser Saison auch endlich seinen ersten Treffer in dieser Spielzeit markierte. Es war auch einer der Geschichten dieser Partie, dass die ersten drei Tore jeweils von Spielern erzielt wurden, die in dieser Bundesliga-Spielzeit zuvor noch kein Erfolgserlebnis hatten. So sprangen Kostic, Sow und Abraham für die zuletzt so treffsicheren Stürmer der SGE in die Bresche. Es waren die Torschützen sieben, acht und neun in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit der Hessen. Ein absoluter Pluspunkt der Truppe von Adi Hütter.

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Paciencia rettet die Stürmerehre

So ganz wollte sich das neue Sturmtrio um Goncalo Paciencia, Bas Dost und Andre Silva von den defensiveren Kollegen aber nicht die Show stehlen lassen, denn Paciencia sorgte mit seinem sechsten Saisontor für den Schlusspunkt. In der Tabelle schob sich die Eintracht bis auf Rang sechs – dank der besseren Tordifferenz, die die Hessen ausgerechnet gegen die Münchner komfortabel ausbauen konnten. Ein Umstand, der nicht nur Frederik Rönnow beseelt strahlend in der Mixed-Zone zurückließ.

Florian Reinecke