Frankfurts Topspieler (v.l.): Sebastian Rode, Ante Rebic, Luca Jovic, Sebsatien Haller und Kevin Trapp - © DFLDeutsche Fußball Liga
Frankfurts Topspieler (v.l.): Sebastian Rode, Ante Rebic, Luca Jovic, Sebsatien Haller und Kevin Trapp - © DFLDeutsche Fußball Liga
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Eintracht Frankfurts Schlüsselspieler im Duell gegen Gladbach

Köln - Grundsätzlich ist Eintracht Frankfurt vollends im Soll. Als Fünfter gingen die Hessen in den 22. Spieltag. Dieser Platz würde am Saisonende die erneute Qualifikation für die Europa League bedeuten. Doch für die Eintracht ist durchaus noch mehr drin. Mit Borussia Mönchengladbach treffen die Frankfurter auf einen direkten Konkurrenten um das Ticket nach Europa. Ein Sieg würde die Adler näher an die Champions-League-Plätze bringen. Um die Fohlen zu besiegen, kommt es vor allem auf diese fünf Schlüsselspieler an.

Als durchwachsen lässt sich die bisherige Rückrunde bei Eintracht Frankfurt sicherlich bezeichnen. Noch immer ungeschlagen sind die Hessen in diesem Jahr, zuletzt spielten sie jedoch drei Mal in Folge unentschieden. Andererseits waren die drei Remis auch gegen Spitzenreiter Dortmund, den Tabellenvierten Leipzig und die derzeit sehr starken Bremer, drei Topteams also. Mit Borussia Mönchengladbach wartet nun am Sonntag (15.30 Uhr) die nächste Spitzenmannschaft. Da sind gerade die Topspieler im Kader der Eintracht gefragt.

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Kevin Trapp

Der im Sommer aus Paris auf Leihbasis an den Main zurückgekehrte Torhüter gehört mit Sicherheit zu den besten seines Fachs in der Bundesliga. Immerhin wehrte Kevin Trapp bisher gute 72 Prozent aller Torschüsse auf seinen Kasten ab. Mit 27 Gegentoren stellt Frankfurt die fünftbeste Abwehr der Bundesliga, mit Trapp im Tor stand drei Mal hinten die Null. Als besonders stark präsentierte sich der Keeper im Eins-gegen-Eins, wehrte 25 Prozent der gegnerischen Großchancen mit tollen Reflexen ab. Und einen bösen Schnitzer vor einem Gegentor leistete sich Trapp auch noch nicht.

Sebastian Rode

Noch ein Rückkehrer. Und noch einer, der gleich wieder voll eingeschlagen hat bei der Eintracht. In der Winterpause von Borussia Dortmund ausgeliehen, wo er keinerlei Spielpraxis hatte (letzter Einsatz im August 2017), wurde Sebastian Rode in Frankfurt auf Anhieb Stammkraft und stand in allen vier Rückrundenspielen in der Startelf. 51 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der Sechser dabei. Gegen seinen Ex-Club Dortmund war er der laufstärkste Spieler auf dem Platz (12,8 km). Rode haut sich rein, sucht die Zweikämpfe und führt im Zentrum überlegt Regie. Der 28-Jährige ist genau der Spieler, der den Hessen im Mittelfeld noch gefehlt hat.

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Ante Rebic

Ante Rebic ist der Mann, der die Eintracht besser und erfolgreicher macht. Seit Sommer 2017 stand der Kroate 34 Mal in der Startelf - 19 dieser Spiele gewannen die Frankfurter, was einer Quote von 56 Prozent entspricht. In den 21 Spielen ohne Rebic von Beginn an gab es ganze vier Siege (19 Prozent). Der Vizeweltmeister spielt seine bisher beste Saison in der Bundesliga. Verletzungsbedingt kam er erst am vierten Spieltag zu seinem Saisondebüt, seitdem hat er 16 Partien bestritten und in denen sieben Tore erzielt. Damit hat er jetzt schon öfter getroffen, als in der Vorsaison (sechs). Und Rebic ist der schnellste Spieler der Bundesliga, seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 35,1 Stundenkilometern.

Sebastien Haller

Wenn die Eintracht ein Tor erzielt, dann ist Sebastien Haller gerantiert nicht weit entfert. An 19 der 40 Frankfurter Treffer war der Franzose beteiligt, das macht 48 Prozent aus. Kein anderer Spieler in der Bundesliga ist prozentual an mehr Toren seines Teams beteiligt und nur Bayerns Robert Lewandowski liegt in der Scorerwertung noch vor Haller. In der Torschützenliste liegt Haller mit elf Treffern (schon mehr als 2017/18) auf Platz fünf; seine acht Torvorlagen überbieten nur Sancho und Kimmich (je neun). Und auch sonst gehört Haller zu den aktivsten und wichtigsten Spielern bei den Adlern. Der Franzose bestritt in dieser Saison ligaweit deutlich die meisten Zweikämpfe (733) und gewann starke 50 Prozent davon.

Luka Jovic

Mit 14 Treffern führt Luka Jovic aktuell die Torschützenliste der Bundesliga an. Dabei ist der Serbe ein echter Heimspieler, elf seiner 14 Treffer erzielte er vor heimischer Kulisse. Und er ist der effektivste Spieler in der Geschichte der Bundesliga, denn im Schnitt trifft Jovic alle 102 Minuten - selbst der legendäre Gerd Müller liegt mit 105 Minuten pro Tor dahinter. Jovic sucht ständig den Abschluss, ist mit 52 Torschüssen der Ballermann bei den Frankfurtern. Und auch in den anderen Wettbewerben trifft er regelmäßig, kommt in insgesamt 27 Pflichtspielen auf zusammen 19 Tore. Sein bestes Spiel: Natürlich sein historischer Fünferpack gegen Düsseldorf, womit er mit 20 Jahren und 300 Tagen zum jüngsten Fünferpacker der Bundesliga-Geschichte wurde.

Von Tobias Schild