Frankfurt jubelt gemeinsam - © IMAGO/Ulrich Hufnagel/IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Eintracht Frankfurt imponiert mit Offensivpower und Teamgeist

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Mit einer Gala-Vorstellung meldete sich Eintracht Frankfurt am 10. Spieltag imposant in der Spitzengruppe zurück. Beim 5:1-Sieg gegen Leverkusen zeigten die Adlerträger all das, was sie in der schwierigen Woche zuvor vermissen ließen.

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0:3 in Bochum, 2:3 bei Tottenham in der Champions League: Für Eintracht Frankfurt war es vor dem 10. Bundesliga-Spieltag bei weitem keine einfache Woche. Obendrein noch die Hiobsbotschaft vor dem Duell gegen Bayer 04 Leverkusen: Makoto Hasebe wird der SGE bis zum Jahresende fehlen. Das machte die Situation für die bereits von vielen Ausfällen geplagten Hessen und Cheftrainer Oliver Glasner nicht leichter. Dieser überraschte vor dem Anpfiff aber wieder einmal mit taktischer Finesse und stellte Krisitjan Jakic auf Hasebes Position des "Liberos", was sich am Ende auszahlen sollte. Als Abräumer und Ballverteiler machte der Kroate ein richtig gutes Spiel, als hätte er vorher nichts anderes gemacht. Für Glasner keine Überraschung: "Wenn du Dreierkette spielst, sind für die zentrale Position häufig die gelernten Sechser am besten geeignet. Weil sie das Spiel lesen können und im Spielaufbau sehr ballsicher sind. Es hat mich nicht überrascht, Kristijan hat es sehr gut umgesetzt."

Offensivpower und viel Energie

Mit Tempofußball und viel Einsatz ließ die Eintracht der Werkself so gut wie gar keine Chance. Das Team von Xabi Alonso fand kaum ins Spiel und wurde von den Adlerträgern unter Dauerdruck gesetzt. "Die Jungs haben die Eindrücke vom Abschlusstraining bestätigt: spielfreudig mit schönen Kombinationen nach vorne", sagte Oliver Glasner nach dem Spiel und Djibril Sow nannte die entscheidenden Erfolgsfaktoren: "Der Schlüssel war die Energie, die wir von Beginn an auf den Platz gebracht haben. Leverkusen hatte Probleme mit unserer Intensität und unserem Umschaltspiel. So sind wir schwer zu bespielen." Knapp acht Kilometer liefen die Hessen mehr als die Werkself (115:107 km) und hatten auch bei den Torschüssen klar die Nase vorn (20:4).

5:1 lautete das Ergebnis am Ende im Deutsche Bank Park. Zweimal Daichi Kamada per Elfmeter (45., 72.), Randal Kolo Muani (58.), Jesper Lindström mit einem traumhaften Heber (65.) und Ex-Leverkusener Lucas Alario (86.) ließen die sorgenvolle Woche vergessen. "Wir alle sind Matchwinner", freute sich Kolo Muani nach der Partie, die für den Franzosen eine regelrechte Achterbahnfahrt war. Anfangs scheiterte er mehrfach an Leverkusen-Keeper Lukas Hradecky, dann verschoss er auch noch kurz vor der Pause einen Elfmeter. Erst in der zweiten Halbzeit platzte dann der Knoten beim 23-Jährigen, der das 2:1 köpfte und nun schon neun Scorerpunkten liegt (drei Tore, sechs Vorlagen).

Mit Teamgeist zum Erfolg

"Wir werden immer mehr zu einer Einheit. Auf und neben dem Platz", lobte Kolo Muani den Zusammenhalt der Mannschaft. Wie sehr die Eintracht in den letzten Wochen zusammengewachsen ist, kann man an mehreren Szenen des letzten Spiels sehen: Sei es der verletzte Hasebe, der auf der Spielerbank Platz nahm und die Mannschaft ganz nah unterstützte oder Kevin Trapp, der sich nach Kolo Muanis vergebenen Chancen an die Fans gewandt hat und mehr Support für den Stürmer verlangte.

Die größte Szene des Teamgeists fand aber auf dem Platz statt, als der eingewechselte Rafael Borre frei vor Hradecky auftauchte und für Alario das 5:1 auflegte. Für Glasner war es "das schönste Tor", der dazu betonte: "Diese Szene spricht für den Zusammenhalt des gesamten Teams. Jeder gönnt dem anderen den Erfolg. Deswegen gehe ich hochzufrieden ins Bett."

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Überzeugendes Spiel gegen Stuttgart

All die Euphorie und den Schwung konnte Frankfurt auch mit ins Pokalspiel gegen die Stuttgarter Kickers nehmen. Die SGE siegte souverän mit 2:0 bei den Stuttgarter Kickers.

Klar ist, dass es Frankfurt wieder einmal in Eintracht geschafft hat, erfolgreich aus einer schwierigen Lage zu kommen und neuen Aufwind hat – da sollen die nächsten Aufgaben keineswegs wieder zum Stolperstein werden.