Andre Silva, Bas Dost und Daichi Kamada sind das neue Offensiv-Dreieck bei Eintracht Frankfurt - © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de/imago images/Sven Simon
Andre Silva, Bas Dost und Daichi Kamada sind das neue Offensiv-Dreieck bei Eintracht Frankfurt - © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de/imago images/Sven Simon
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Eintracht Frankfurt: Silva, Dost und Kamada überzeugen als neues Offensiv-Dreieck

Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic. Dieses magische Dreieck verzauberte die Fans von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga und auf der Reise durch Europa. Beim Erklingen dieser Namen schwelgen die Anhänger der Adler sofort in Erinnerungen. Die Wege der Büffelherde aus Hessen trennten sich im Sommer 2019, aber in Frankfurt arbeitete man an einer schnellen Ersatzlösung – mit Erfolg! In der noch jungen Saison blüht die neue Offensive der SGE um Andre Silva, Bas Dost und Daichi Kamada auf. Werden sie zur Büffelherde 2.0?

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41 Tore und 19 Vorlagen. Mit dieser unglaublichen Bilanz verabschiedeten sich Luka Jovic (Real Madrid), Sebastien Haller (West Ham United) und Ante Rebic (AC Mailand) im Sommer 2019 von Eintracht Frankfurt. Viele Fans und Anhänger der Adlerträger trauerten ihrer Büffelherde hinterher und prophezeiten eine schwierige Zukunft. Doch die Vergangenheit zeigte in den letzten Jahren immer wieder, dass auf Sport-Vorstand Fredi Bobic und sein Team immer Verlass war.

Als Ersatz verpflichtete die Eintracht Bas Dost und tauschte Rebic gegen Andre Silva. Außerdem kehrte Daichi Kamada nach einjähriger Leihe von St. Truiden aus Belgien zurück. Vor allem für Trainer Adi Hütter wurde es zur Aufgabe, die großen Lücken, die die drei Abgänger hinterließen, zu schließen. Die vielen Spiele in der Europa League, im DFB-Pokal und der Bundesliga erschwerten dies dem Österreicher und stellten die SGE in der Saison 2019/20 auf eine Zerreißprobe. Hinzu kamen Verletzungen bei Dost und ein Silva, der nicht richtig zünden wollte.

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Geduld zahlt sich bekanntermaßen aus und die starke Rückrunde der Eintracht zieht sich noch bis in diese junge Saison. Nach der Corona-Pause steuerte Andre Silva mittlerweile beeindruckende zehn Tore in zwölf Bundesliga-Spielen bei und traf auch in der neuen Saison munter weiter. Bereits gegen Bielefeld war der 24-Jährige erfolgreich. Gegen Hertha BSC verwandelte er einen Elfmeter und beim 2:1-Sieg gegen Hoffenheim bereitete er ein Tor vor. "Andre Silva macht das überragend – auch neben dem Platz. Da kann man nur Respekt haben und ich hoffe, er macht so weiter", lobt Stürmer-Kollege Bas Dost den Portugiesen.

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Mit Dost scheint Andre Silva einen starken Partner im Sturm gefunden zu haben. Nach langen Verletzungsbeschwerden lässt der Niederländer nun endlich seinen Worten Taten folgen und ist aktuell in Topform. Als Dreh- und Angelpunkt in der Spitze holt sich der hochgewachsene Dost zudem viele Bälle tief im Mittelfeld ab und beeindruckt durch seine Einsatzbereitschaft. Das Ergebnis: Zwei Tore und zwei Assists in drei Spielen. Von den letzten zehn Eintracht-Toren war der Niederländer an neun beteiligt. Das lässt auch die letzten Kritiker verstummen, die den 31-Jährigen in der Transferphase schon vor dem Absprung gesehen haben. Auch Trainer Adi Hütter hat zurzeit viel Freude an seinem Stürmer: "Er hat sich seinen Applaus verdient. Er ist jetzt für mich in einer ganz anderen Verfassung als vergangene Saison", lobt ihn der 50-Jährige.

Daichi Kamada zählt zu den Spielern, die im letzten Jahr die größte Entwicklung gemacht haben. Der Japaner begeistert durch seinen Spielwitz und die spektakulären Dribblings. Nicht umsonst stellt Hütter ihn als kreativen Allrounder hinter Dost und Silva auf. Mit einem genialen Dribbling vernaschte der 24-Jährige im letzten Spiel gegen die TSG Hoffenheim die komplette Defensive der Kraichgauer und leitete so den wichtigen 2:1-Siegtreffer ein. Hütter lobt Kamada aber vor allem wegen seiner Eigenschaft: "Was er mittlerweile sehr, sehr gut macht, ist, wie gut er nach hinten arbeitet. Wie er versucht Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive zu sein." Gegen Hoffenheim habe Kamada "wieder sehr viele Zweikämpfe gewonnen. Auch deshalb hat er wieder ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht."

Als letzter Eintracht-Transfer in diesem Sommer wurde Amin Younes vermeldet. Der fünffache deutsche Nationalspieler bringt noch mehr Breite in die Offensive der Adler. Mit seiner Geschwindigkeit und Dribbelstärke werden sich für Hütter noch mehr taktische Möglichkeiten ergeben, die zu höherer Torgefahr führen können. Der Österreicher freut sich jedenfalls auf den 27-Jährigen: "Er ist ein Spieler, der ein anderes Element in unser Spiel bringen wird. Ein absoluter Eins-gegen-Eins-Spieler, mit einer hohen Kreativität und Spielwitz. Er ist auf allen Positionen eine Überlegung. Ich habe was im Kopf, aber das muss ich mir noch ganz genau überlegen", erklärt der 50-Jährige.

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Mit sieben Punkten aus drei Spielen ist Eintracht Frankfurt sehr gut in diese Saison gestartet. Das neue Offensiv-Dreieck und spannenden Neuzugänge könnten für die Hessen sogar mehr als nur ein einstelliger Tabellenplatz bedeuten.

Simon Schmortte