
"Liebe, was ich tue": Albert Riera stellt sich bei Eintracht Frankfurt vor
Die ersten Trainingseinheiten hat Albert Riera bei Eintracht Frankfurt bereits hinter sich. Den Medien präsentierte sich der neue SGE-Coach am Dienstagnachmittag und sprach ausführlich über sich sowie seine sportliche Herangehensweise. Auch Frankfurts Sportdirektor Markus Krösche äußerte sich zur Entscheidung für den spanischen Trainer – bundesliga.de sammelt die Aussagen der Pressekonferenz.
...über seine Herangehensweise: "Die Spieler wollen Lösungen und Klarheit darüber, was zu tun ist – genau das werde ich angehen. Ich möchte sie davon überzeugen, dass sie stark sind, an ihre Qualität glauben und Selbstbewusstsein entwickeln. Ich bin sehr motiviert."
...über seine Ansprüche an die Mannschaft: "Ich pushe die Jungs, keine Angst vor Fehlern zu haben. Fehler sind kein Problem – sie gehören dazu. Wir müssen Risiken eingehen und Selbstbewusstsein entwickeln, ohne an uns zu zweifeln. In jedem Spiel wollen wir einen Fortschritt sehen. Entscheidend ist, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt, an unsere Pläne glaubt und sie konsequent umsetzt."
...über seine kurzfristigen Ziele: "In zwei bis drei Wochen können wir vielleicht über Platzierungsziele sprechen. Im Moment konzentriere ich mich darauf, wie wir spielen. Wir müssen von Spiel zu Spiel unsere Leistung zeigen. Mein Fokus liegt jetzt nicht auf dem Ergebnis, sondern primär auf der Art und Weise, wie wir auftreten und was wir ändern können."

"Ich möchte stringent und geradeaus sein"
...über seine Spielidee: "Der erste Verteidiger ist der Stürmer. Wir werden nicht abwartend spielen und sehr aggressiv auftreten im Spiel ohne Ball. Die Atmosphäre im Stadion ist wunderschön, das ist auch der Grund, weshalb wir dieses Spiel lieben."
...über seine Art der Menschenführung: "Ich möchte stringent und geradeaus sein. Ich denke, dass das Team sich schnell an Automatismen gewöhnen wird. Die Spieler sind das Wichtigste. Ich manage sie, aber sie sind meine Arme und meine Beine. Meine Spieler werden mir folgen, da gibt es keine Alternativen. Ich bin sehr positiv gestimmt. Wir müssen unsere Perspektive ändern – weg von 'Dunkelheit und Schuld', hin zu Lösungen. Ich habe mit vielen Trainern zusammengearbeitet, aber am Ende muss man das tun, was man fühlt und wovon man überzeugt ist."
Riera möchte in Frankfurt "etwas formen"
...über seine Einstellung zum Trainerjob: "Ich liebe, was ich tue. Trainer zu sein ist die zweitbeste Tätigkeit der Welt – nach Profifußballer sein. Ich gebe immer mein Maximum. In Slowenien habe ich ein organisiertes und diszipliniertes Team hinterlassen, darauf bin ich stolz. Jetzt möchte ich hier etwas formen und das Bestmögliche herausholen."
….über die Bundesliga: "Ich habe die Bundesliga verfolgt. Es ist eine der Top-Ligen. Ich bin mir sicher, dass es hier viele Teams gibt, die stark sind. Wir müssen für alle Gegner bereit sein."
Krösche: "Albert passt hervorragend zu unserem Spielstil"
...über die Entscheidung für Albert Riera: "Wir sind sehr froh, dass Albert jetzt hier ist. Wir haben uns vor rund zweieinhalb Jahren zum ersten Mal getroffen und uns damals sehr intensiv über Fußball ausgetauscht – Gespräche, die mit ihm immer sehr interessant sind. Nach meiner Kontaktaufnahme hat er relativ schnell zugesagt, worüber wir uns sehr gefreut haben. Wir sprechen hier alle Englisch, das ist kein Thema. Entsprechend ist die Entscheidung für einen internationalen Trainer nichts Außergewöhnliches."
...über die Qualitäten des neuen Trainers: "Albert passt hervorragend zu unserem Spielstil: offensiv, mutig und mit dem Anspruch, Spieler weiterzuentwickeln. Zudem bringt er aus seiner Zeit als Spieler große Erfahrung mit, von der er auch in seiner Arbeit als Trainer profitiert. Auch in seiner Trainerlaufbahn konnte er bereits Erfolge feiern. Er bringt Zuversicht, eine positive Art und eine klare Vision mit, die sich auf das Team überträgt. Die Stimmung ist gut, es kribbelt – alle sind gespannt. Das ist wichtig, um die nächsten kleinen Schritte zu gehen. Alle wollen diesen Weg gemeinsam gehen."
...über das bisherige Interimsduo: "Ich möchte mich ganz herzlich bei Dennis Schmitt und Alex Meier bedanken. Beide haben in dieser Phase sehr gute Arbeit geleistet und wichtige Strukturen sowie klare Abläufe zurückgebracht – auch wenn die Ergebnisse nicht immer unseren Vorstellungen entsprochen haben."
