Nicht nur bundesliga.de geht mit einem neuen Gesicht in die 48. Saison der Bundesliga. Auch in der deutschen Elite-Liga selbst gibt es in diesem Sommer viele Veränderungen: neue und neue "alte" Helden, neue Trikots, neues Spielgerät, "Grünschnäbel" auf der Trainerbank und so weiter.

Zwar müssen die Fans der Bundesliga noch einige Wochen bis zum Startschuss der Liga warten, doch schon jetzt können sie ihre Helden im Trainingslager schwitzen sehen, die neuen Leibchen ihres Lieblingsteams bestaunen oder sich mit dem offiziellen Ligaball adidas "Torfabrik" vertraut machen. bundesliga.de blickt voraus auf viele spannende Neuerungen für die Saison 2010/11:

Zurück in der Heimat:

Die Transferbörse in der Bundesliga ist noch lange nicht geschlossen. Und sicher finden noch weitere illustre Namen wie Raul den Weg nach Deutschland. Doch neben dem Spanier stechen zwei weitere Wechsel hervor. Mit Michael Ballack und Christoph Metzelder kehren zwei deutsche Superstars nach Hause zurück.

Ballack zog es nach vier Jahren und fünf großen Titeln beim FC Chelsea zu Bayern Leverkusen. Bei der "Werkself" spielte der verletzte Nationalmannschaftskapitän einst von 1999 bis 2002. In seiner letzten Saison wurde er mit Bayer innerhalb weniger Tage in drei Wettbewerben jeweils Zweiter. Jetzt soll es anders werden. "Wir wollen in naher Zukunft Meister werden", so Ballack.

Große Ziele hat sich auch Metzelder gesteckt, der ab sofort beim FC Schalke 04 der Fels in der Abwehr sein soll. Nach drei von Verletzungsproblemen geprägten Spielzeiten bei Real Madrid will "Metze" mit den "Knappen" das wiederholen, was ihm 2002 schon mit Borussia Dortmund gelang: Deutscher Meister werden.

WM-Helden daheim in der Bundesliga

Ballack (98) und Metzelder (47) bestritten zusammen 145 Länderspiele für die DFB-Elf, waren jedoch nicht bei der WM 2010 in Südafrika dabei. Dort spielten sich andere, zumeist junge Akteure ins Rampenlicht. Und viele von ihnen verdienen ihr Geld in der Bundesliga. Von den 23 deutschen Nationalspielern bei der WM spielen 22 daheim. Nur Jerome Boateng zog es zu Manchester City.

Auch fünf Vize-Weltmeister spielen in der Bundesliga. Der FC Bayern München kann sich auf die Rückkehr von Arjen Robben und Mark van Bommel freuen. Der Hamburger SV vertraut auf die Dienste von Joris Mathijsen und Eljero Elia und Khalid Boulahrouz spielt in Stuttgart. Weitere Stars der "Oranjes" und anderer WM-Nationen stehen auf dem Wunschzettel mancher Bundesligisten.

Ein Ball für alle

Ob WM-Held oder nicht, alle Spieler treten in dieser Saison gegen dasselbe Spielgerät. Erstmals in der Geschichte der Bundesliga gibt es einen offiziellen Ligaball. Der Ball adidas "Torfabrik" soll für möglichst viele Treffer sorgen.

Das Design ist an die weiß-rote Farbgebung der Bundesliga angelehnt und beinhaltet das offizielle Wettbewerbslogo. Der Ball, der erstmals beim Supercup am 7. August beim Duell zwischen dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 zum Einsatz kommt, ist seit dem 1. Juli im Handel erhältlich.

Thomas Müller, Shootingstar der WM und Leistungsträger des FC Bayern, freut sich bereits auf den neuen offiziellen Ligaball: "Ein Einheitsball ist ein Vorteil. So kannst Du Dich in der Vorbereitung darauf einstellen, wie der Ball am ersten Spieltag läuft."

Des Spielers neue Kleider

Neu sind in der kommenden Spielzeit auch wieder die Trikots vieler Bundesligisten. Schon jetzt sind Farben, Schnitt und Muster der Jerseys ein großes Diskussionsthema in den Foren der einzelnen Clubs. Da wird über Werder Bremens überraschendes Trikot mit Zacken-Design gesprochen oder auch über Hannovers Wechsel zu weinrot und Leverkusen schwarzer Kluft.

Auch in der 2. Bundesliga machen nicht nur Tore, sondern auch Kleider Leute. So kommt Hertha BSC daheim aufgrund neuer Streifen etwas zackiger rüber und präsentiert sich auswärts mit dem Berliner Bären in Großformat.

Neues Trainer-Trio

Farbe und Formen der Trikots sind für die Trainerzunft eher unwichtig. Zu den Herren, die meist in Anzügen das Spiel dirigieren, gesellen sich in dieser Saison drei Neulinge. Steve McLaren ist der erste englische Coach in der Bundesliga. Er will den VfL Wolfsburg wieder nach oben bringen.

Dazu stehen auch die Aufsteiger-Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern) und Holger Stanislawski (FC St. Pauli) erstmals in der Bundesliga an der Seitenlinie. Der Unterschied des Duos zum Engländer: Sie verfügen über jede Menge Bundesliga-Erfahrung als Spieler und sie tragen eine andere Art von Anzug. Einen Trainingsanzug…

Neue "alte" Tempel - ewiger Favorit

Apropos Kurz und Stanislawski. Dank der Arbeit der beiden Trainer gehören auch das Fritz-Walter-Stadion und das Millerntor-Stadion wieder zu den Spielstätten der Bundesliga. Beide Fußballtempel stehen für eine grandiose Stimmung und erstklassige Fußballatmosphäre. Auswärtsfahrten in die Pfalz und auf den Hamburger Kiez werden mit Sicherheit kein Kurzurlaub für die Bayern, Schalke, Bremen und Co.

Eine Sache gibt es aber, die sich bei allen Neuerungen und Rückkehrern nicht ändert: Auch vor der Saison 2010/11 gilt der FC Bayern München als haushoher Favorit auf den Gewinn der Meisterschaft. Immerhin gibt es auch diese Spielzeit viele Teams, die die Verfolgung aufnehmen und vielleicht ja die Überraschung schaffen werden. Das wäre mal wieder etwas Neues...