Die Jubiläumsausgabe rückt immer näher. Zum 50. Mal kommt es am Samstag (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) in der Bundesliga zum rheinischen Derby zwischen Bayer 04 und dem 1. FC Köln. Seit Wochen ist die BayArena restlos ausverkauft und die Spannung bei den Fans steigt mit jeder Minute.

Die Mannschaft von Bayer 04 hat dagegen wieder so gewissenhaft und konzentriert wie immer auf das nächste Spiel vorbereitet. Das Thema "Derby" wurde beim Tabellenführer klein gefahren.

Bayer mit breiter Brust

"Wir sind Spitzenreiter, haben Ambitionen, uns für die Champions League zu qualifizieren, wir spielen gut und das sind alles Gründe, um motiviert ins Spiel zu gehen. Der Lokalcharakter spielt sicher auch eine Rolle, aber letztlich ist es nur ein Fußballspiel. Das ist auch wichtig für beide Fanlager. Da gilt es die Regeln einzuhalten und sich entsprechend zu verhalten. Da sind wir Aktiven aufgerufen, als Beispiele voranzugehen", appelliert Bayer 04-Trainer Jupp Heynckes.

In Abwehrchef Sami Hyypiä kehrt bei der "Werkself" ein wichtiger Spieler rechtzeitig zum Nachbarschaftsduell zurück. Nach abgesessener Gelbsperre in Bremen wird der Finne wieder den Platz in der Innenverteidigung einnehmen.

Er soll den Leverkusenern dabei helfen, die Heimserie von sechs Siegen in Folge weiter ausbauen und die Tabellenführung möglichst erneut zu verteidigen. Verlieren die Gastgeber nicht, stellt Trainer Jupp Heynckes mit 24 ungeschlagenen Spielen vom Saisonstart wegzudem einen neuen Rekord auf. Dass der Gegner aktuell nach drei Pflichtspiel-Niederlagen wieder in einer kleinen Krise steckt, möchte Heynckes dabei nicht überbewerten:

"Das ist ein Derby und da ist es nicht entscheidend, wie die Formkurve ist, sondern wie sich die Mannschaften präsentieren. Ich gehe davon aus, dass sich der FC anders präsentieren wird, als in den vergangenen zwei, drei Wochen. Im Derby ist alles offen, da zählt was auf dem Platz geschieht."

FC mit Verletzungssorgen

Kölns Trainer Zvonomir Soldo hatte nach der bitteren 1:5-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart nach eigenem Bekunden "viel zu tun". Er habe viele Gespräche mit den Spielern geführt und versucht, die Schwächen in Abwehr- und insbesondere im Kopfballspiel durch gezieltes Training abzustellen. Für Soldo ist Leverkusen der klare Favorit, chancenlos sieht er sein Team deshalb aber nicht. "Wir haben schon im Hinspiel gezeigt, dass ein Derby andere Regeln hat", sagte der FC-Coach und fügte an: "Der Tabellenplatz bedeutet da nicht viel".

Mehr Sorgen macht Soldo die derzeit dünne Personaldecke. Neben den beiden Mittelfeldakteuren Maniche und Kevin Pezzoni, die sicher für das Spiel in Leverkusen fehlen werden, verletzten sich im Donnerstagstraining Pierre Wome und Taner Yalcin. Die beiden letztgenannten sind für das Derby fraglich. Sollte Wome ausfallen, rückt für ihn nach mehrwöchiger Verletzungspause Fabrice Ehret in den Kader.

Wie Soldo die Lücke im defensiven Mittelfeld schließen will, ließ er offen, der kopfballstarke Kevin McKenna hat jedoch gute Chancen, in der Startelf zu stehen. So sagte Zvonimir Soldo: "Wir haben einige Situationen einstudiert. Kevin kann hinten und vorne spielen, deshalb ist er eine Option". Das wichtigste sei aber, dass die Mannschaft hinten stabil steht und alle mit nach hinten arbeiten.