Bundesliga

Ehrenpreis der Bundesliga für Seeler, Hrubesch und Bruchhagen

Frankfurt/Main - Mit dem "Ehrenpreis der Bundesliga" sind am Dienstag in Berlin Uwe Seeler, Horst Hrubesch und Heribert Bruchhagen ausgezeichnet worden. Am Vorabend seiner Generalversammlung hat der Ligaverband nach einem Beschluss seines Vorstands damit die herausragenden Leistungen dieser drei Persönlichkeiten für den deutschen Fußball gewürdigt.

"Mit dem Ehrenpreis der Bundesliga möchte der Ligaverband besondere Verdienste für den deutschen Profifußball herausstellen", sagt Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball: "Unser Sport lebt vom Engagement vieler großer Persönlichkeiten. Uwe Seeler, Horst Hrubesch und Heribert Bruchhagen haben diesbezüglich in unterschiedlichen Bereichen auf ihre jeweils eigene Art Maßstäbe gesetzt."

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Den "Ehrenpreis der Bundesliga" hatten zuvor folgende Persönlichkeiten erhalten: Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Karl-Heinz Körbel, Udo Lattek, der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen und posthum Karl-Heinz Heimann, früherer Chefredakteur und Herausgeber des "kicker-Sportmagazin".

In seiner Laudatio auf Uwe Seeler stellte Wolfgang Overath, Weltmeister von 1974 und bei den WM-Turnieren 1966 in England und 1970 in Mexiko Mitspieler des Ehrenspielführers der deutschen Nationalmannschaft, dessen herausragende Leistungen als Mittelstürmer und Torjäger des DFB-Teams und des Hamburger SV heraus. Overath nannte Uwe Seeler ein Vorbild für Generationen von Fußballspielern und Fans, weil er auf dem Platz ein unermüdlicher Kämpfer gewesen sei, dabei stets fair und auch bei bitteren Niederlagen wie dem WM-Finale 1966 ein guter Verlierer. Er wies zudem auf das soziale Engagement des Ehrenbürgers der Freien und Hansestadt Hamburg für Bedürftige in seinem Geburtsort hin. Uwe Seeler erzielte in 72 Länderspielen 43 Tore und in 239 Bundesliga-Einsätzen 137 Treffer.

Bereits in der Sitzung vom 22.04.2016 hatte der Ligavorstand über den "Ehrenpreis der Bundesliga" für Horst Hrubesch (65) entschieden. TV-Kommentator Marcel Reif nannte den jetzt erzielten, großartigen Erfolg in seiner Laudatio eine Bestätigung zum Abschluss der Trainertätigkeit von Horst Hrubesch, der zuvor mit der U19 (2008) und der U21 (2009) schon EM-Titel gewonnen hatte. Er habe dazu beigetragen, dass aus den damaligen U21-Spielern Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Mats Hummels, Benedikt Höwedes, Sami Khedira und Mesut Özil 2014 Weltmeister und aus anderen Talenten gestandene Bundesliga-Profis geworden seien. Reif lobte die geradlinige, ehrliche Art von Hrubesch, der als Aktiver 1980 Europameister und 1982 Vizeweltmeister wurde - und in der Bundesliga für Rot-Weiss Essen, den Hamburger SV und Borussia Dortmund in 224 Spielen 136 Tore erzielte. Mit dem Hamburger SV wurde der gebürtige Westfale drei Mal Deutscher Meister und 1983 Gewinner des Europapokals der Landesmeister.

Heribert Bruchhagen (67), bis zum Sommer Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG, war über Jahrzehnte bei Bundesliga-Clubs sowie in den Gremien des Profifußballs und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) tätig. In seiner Laudatio würdigte Fritz Pleitgen, Kuratoriumsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung, vor allem das Engagement des Westfalen für die Belange des Profifußballs und der Clubs. Heribert Bruchhagen war auch Manager beim FC Schalke 04, beim Hamburger SV und beim DSC Arminia Bielefeld sowie Geschäftsführer Spielbetrieb der DFL Deutsche Fußball Liga.

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