Mönchengladbach - Die Wortschöpfung lag auf der Hand: BoREUSsia Mönchengladbach taufte der Boulevard die Überraschungs-Elf vom Niederrhein, nachdem Wirbelwind Marco Reus im November sieben Tore in nur drei Spielen erzielt hatte.

Mit dem 22-Jährigen an der Spitze drang der fünfmalige Meister in Tabellen-Regionen vor, die seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten außer Reichweite schienen für den Traditionsverein.

Einst als Ersatz für Marko Marin geholt, machte Reus seinen Namensvetter in Rekordzeit vergessen. Schon im Mai schoss sich der Tempo-Dribbler mit dem entscheidenden Tor in der Relegation in die Herzen der Fans, es folgte eine Hinrunde wie im Märchen. "Frech, zielstrebig, dribbelstark", charakterisierte ihn Bundestrainer Joachim Löw, "fast nicht zu verteidigen", schwärmte BVB-Coach Jürgen Klopp.

Reus beeindruckte das Lob von allen Seiten wenig, er blieb Gladbachs Spaßfußballer Nummer eins. Beim Derbysieg in Köln spielte er vor einem Freistoß gar Schnick-Schnack-Schnuck mit Mike Hanke. Reus wählte Papier, gewann und durfte schießen. Mit gebrochenem Zeh, wohlgemerkt. Eine Verletzung, die ihn am Ende der Hinrunde eine Zwangspause einbrockte. Prompt agierte die Borussia mit weniger Spielwitz.

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