Arminia Bielefeld steigt nach zwei Jahren wieder aus der Bundesliga ab - © Joosep Martinson/Getty Images
Arminia Bielefeld steigt nach zwei Jahren wieder aus der Bundesliga ab - © Joosep Martinson/Getty Images
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Der DSC Arminia Bielefeld steigt aus der Bundesliga ab

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Die Chancen waren nur noch theoretischer Natur, nun ist es gewiss: Der DSC Arminia Bielefeld steht nach der SpVgg Greuther Fürth als zweiter Absteiger der Bundesliga 2021/22 fest.

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Nur ein hoher Sieg gegen RB Leipzig und eine hohe Niederlage des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln hätten Arminia Bielefeld am 34. Spieltag 2021/22 noch in die Relegation retten können. Nach dem 1:1 gegen RB Leipzig lobte Arminia-Trainer Marco Kostmann die Leistung seines Teams und der Fans auf den Rängen: "Die Fans haben honoriert, dass die Mannschaft dagegengehalten hat, gekämpft hat, Charakter gezeigt hat. Das habe ich im Vorfeld etwas strapaziert gefordert, aber das hat die Mannschaft heute geliefert.". Am Ende hätte jedoch selbst die knappe 1:0-Führung, welche die Bielefelder bis in die Nachspielzeit innehatten, nicht gereicht. Die Ostwestfalen steigen nach zwei Jahren wieder aus der Bundesliga ab.

Es ist bereits der achte Abstieg des Clubs. Nur der 1. FC Nürnberg musste die Beletage des deutschen Fußballs einmal mehr verlassen. Was aber Hoffnung macht: Kaum ein Team kennt sich mit dem Wiederaufstieg so gut aus: Sieben Mal kehrte die Arminia nach einem Abstieg wieder zurück.

Am Engagement fehlte es nicht

Nach einer Abstinenz von elf Jahren, in der es zwischenzeitlich auch bis runter in die 3. Liga ging, schaffte Bielefeld in der Saison 2019/20 als Zweitligameister sensationell den Aufstieg. Als absoluter Außenseiter gestartet, sicherte die Mannschaft im vergangenen Jahr mit Platz 15 den Klassenerhalt.

Am Engagement hat es aber auch 2021/22 nicht gefehlt. Die Arminia spulte ligaweit die meisten Kilometer ab und führte die meisten Zweikämpfe. Hinzu kamen aber auch tolle Einzelleistungen, allen voran die bisweilen spektakulären Kreativmomente des Straßenkickers Patrick Wimmer, der im Sommer in Richtung Wolfsburg wechseln wird. Am Ende fehlte aber dennoch die Durchschlagskraft in der Offensive: Nur 27 Tore waren zu wenig (die wenigsten der Liga). Auch der Impuls eines späten Trainerwechsels brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg.

Bielefeld – so viel steht fest – verabschiedet sich mit wehenden Fahnen. Auf ein baldiges Wiedersehen in der Bundesliga!