München - Der erste Spieltag der Rückrunde ist Geschichte. Doch was blieb hängen? Klar, der furiose 3:1-Sieg von Spitzenreiter Borussia Dortmund bei Verfolger Bayer Leverkusen, durch den der BVB den Abstand auf Platz 2 in der Tabelle auf satte zwölf Punkte ausbauen konnte.

Nicht minder bemerkenswert waren die Leistungen der sogenannten "Kellerkinder" zum Rückrundenauftakt. Die sechs letztplatzierten Clubs sammelten wichtige Punkte. Drei Mal gelang ein "Dreier", ebenso drei Mal stand am Ende ein Zähler auf der Habenseite.

Doch was lief bei dem Sextett besser als in der Hinrunde? Worin liegen die Gründe für den Aufschwung, der sich, geht es nach diesen Vereinen, möglichst fortsetzen soll? bundesliga.de hat einen Blick in die Statistik geworfen.

Daten zu Werder Bremen (2:1 gegen Hoffenheim)

Verbesserte Chancenverwertung: In der Hinrunde konnte Werder nur 12 Prozent der Chancen in Tore ummünzen (Platz 16 im Ligaranking), gegen Hoffenheim zappelte jeder vierte nicht geblockte Schuss im Netz (25 Prozent).

Weniger gegnerische Schüsse zugelassen: In der Hinserie kamen durchschnittlich 6,4 Schüsse pro Partie auf den Bremer Kasten - im Rückrundenauftaktspiel gingen nur zwei Schüsse auf den Kasten von Tim Wiese.

Pizarro ist wieder fit: Der Peruaner erzielte in den vergangenen beiden Spielzeiten 33 Bundesligatore für Werder, in der Hinrunde kam er verletzungsbedingt nur auf acht Einsätze im Oberhaus (zwei Tore) - gegen Hoffenheim brachte er Werder mit einer schönen Einzelaktion in Führung.

Daten zum VfL Wolfsburg (1:1 gegen Bayern München)

Torgefahr in der Schlussphase: Den "Wölfen" gelangen in der Hinserie nur vier Tore in der Schlussviertelstunde - nur zwei Teams trafen in dem Zeitraum seltener. Gegen Bayern traf Sascha Riether in der 86. Minute zum Ausgleich.

Arne Friedrich stabilisiert die Defensive: Der Nationalspieler kam gegen den Rekordmeister zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz für den VfL - er gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe und nahm Mario Gomez fast komplett aus dem Spiel.

Daten zum FC St. Pauli (2:2 gegen Freiburg)

Verbesserte Chancenverwertung: In der Hinserie wies der Aufsteiger die schlechteste Chancenverwertung aller Bundesligisten auf (9,4 Prozent) - gegen Freiburg zielten die Hamburger Offensivspieler präziser, wodurch fast jeder vierte nicht geblockte Schuss im Netz zappelte (22,2 Prozent).

Torgefahr ab Spielbeginn: St. Pauli erzielte in den ersten 17 Saisonspielen nur zwei Tore in der Anfangsviertelstunde - gegen Freiburg gelang Ebbers die Führung in der 13. Minute.

Stürmer sind treffsicherer: Mit 16 Toren stellte St. Pauli die schwächste Offensive der Hinrunde - nur sechs Treffer wurden von Stürmern erzielt. Zum Rückrundenauftakt konnten sich mit Ebbers und Asamoah zwei Angreifer in die Torjägerliste eintragen.

Daten zum 1. FC Köln (1:1 in Kaiserslautern)

Auswärts gepunktet: Die Rheinländer holten nur vier Punkte aus den ersten neun Auswärtsspielen der Saison (Platz 17 im Ligaranking) - in Kaiserslautern gelang den "Geißböcken" nach zwei Niederlagen im Dezember wieder ein Punkt auf fremdem Platz.

Verbessertes Passspiel: Mit 71 Prozent angekommener Pässe spielten die Kölner in der Hinserie einfach zu ungenau - es war der drittschlechteste Wert der Liga. Gegen die Pfälzer konnten sie ihr Passspiel um sieben Prozentpunkte steigern. 78 Prozent der Zuspiele fanden den Weg zum Mitspieler.

Daten zum VfB Stuttgart (1:0 gegen Mainz)

Weniger gegnerische Schüsse zugelassen: In der Hinserie kamen durchschnittlich über sechs Schüsse pro Partie auf den VfB-Kasten - im Rückrundenauftaktspiel gingen nur vier Schüsse aufs Tor von Sven Ulreich.

Kein Gegentor kassiert: In den 17 Hinrundenpartien konnte der VfB nur drei Mal seinen Kasten sauber halten - gegen Mainz blieben die Schwaben erstmals seit sechs Spielen ohne Gegentreffer.

In Führung gegangen: In der Hinrunde ging kein anderer Bundesligist so selten in Führung wie der VfB (sechs Mal) - gegen Mainz schoss Harnik die Führung und Stuttgart brachte das 1:0 über die Zeit.

Daten zu Borussia Mönchengladbach (1:0 in Nürnberg)

Kein Gegentor kassiert: Die Gladbacher kassierten gegen Nürnberg erst zum zweiten Mal in dieser Spielzeit kein Gegentor - in der Hinserie hatten die Rheinländer mit Abstand die meisten Gegentore aller Teams zugelassen (47).

Führung ins Ziel gebracht: Die Borussia verlor nach Führung bereits 19 Punkte - Ligahöchstwert. Erstmals seit dem 13. November des Vorjahres brachte Gladbach eine Führung über die Runden (damals 4:0 in Köln).

Unbezwingbarer Heimeroth: In der Hinserie parierte Heimeroth nur 62 Prozent der Bälle auf sein Tor (Platz 18 im Ligaranking) - gegen den FCN hielt er alle vier Schüsse auf seinen Kasten, unter anderem den Elfmeter von Pinola.