Nach dem Sieg gegen den KSC blickt Schalkes Coach Mirko Slomka auf das Duell gegen den FCN und seinen Kollegen Hans Meyer.

Vizemeister Schalke 04 hat dank Torwart Manuel Neuer und Halil Altintop das Ligapokal-Halbfinale erreicht. Den Treffer des Tages gegen den Karlsruher SC besorgte Altintop in der 35. Minute. Schalke tritt nun am Dienstag (20:30 Uhr/live bei Premiere und Sat.1) bei Pokalsieger 1. FC Nürnberg an.

Lob für den Torschützen

Das Siegtor für das Team von Trainer Mirko Slomka erzielte der Türke nach einem missglückten Rückpass von Mario Eggimann. "Es ist immer schön, ein Tor zu schießen, aber der Sieg war viel wichtiger", stellte Altintop nach dem Schlusspfiff klar.

Sonderlob gab es für den Stellvertreter des Rot-gesperrten Kevin Kuranyi trotzdem. "Halil Altintop ist ein Klassespieler und hat heute damit begonnen, seinen Worten Taten folgen lassen, nämlich Tore. Er hat gezeigt, dass er ein guter Stürmer ist, und wir brauchen für die Bundesliga, für Champions League und für den DFB-Pokal jeden Angreifer", betonte Trainer Mirko Slomka, der sich nun schon "auf einen "Supergegner und die Pressekonferenzen mit Hans Meyer" vor dem Halbfinale gegen Nürnberg freut.

Neuer: "Bin kein Elferkiller"

Dennoch konnten sich die Schalker bei ihrem Schlussmann bedanken, nicht bereits in der sechsten Minute in Rückstand geraten zu sein: Neuer parierte einen Foulelfmeter von Tamas Hajnal nachdem zuvor Marcelo Bordon in einem Kopfballduell KSC-Stürmer Edmond Kapllani zu Fall gebracht hatte.

"Mit Tamas Hajnal habe ich in der Regionalliga noch zusammen gespielt, jedoch wusste ich nicht, in welche Ecke er schießt. Ich habe eine Vermutung gehabt und bin dort hingesprungen. Ich bin kein Elfmeterkiller, auf der anderen Seite habe ich in meiner Jugendzeit jeden zweiten gehalten", sagte Neuer.

Mangelnde Chancenauswertung

Nach einer knappen Viertelstunde übernahm Schalke das Kommando, Bordon per Kopf (13.) und Mladen Krstajic (30.) scheiterten jedoch aus kurzer Distanz am Karlsruher Torwart Markus Miller. Fünf Minuten später war Miller dann geschlagen.

Zunächst vereitelte der Keeper zwar noch eine Chance von Peter Lövenkrands, doch dann war er chancenlos gegen Altintop, der gemeinsam mit Christian Pander mit drei abgegebenen Torschüssen der eifrigste Schalker Schütze war.

Nach dem Gegentreffer kam der KSC zu drei großen Chancen. Den Schuss von Hajnal aus spitzem Winkel hielt Neuer, Eggimann verpasste im Nachschuss nur haarscharf. Wenig später rettete Krstajic bei einem Schuss von KSC-Neuzugang Alexander Iashvili (44.).

Ruhige zweite Hälfte

KSC-Trainer Edmund Becker haderte mit der mangelnden Torgefahr seiner Mannschaft: " Leider haben wir beim Elfmeter das Tor nicht gemacht. Kurz vor der Pause hätten wir bei den beiden Chancen den Ausgleich erzielen müssen."

Nach der Pause bemühte sich Schalke zunächst, die Vorentscheidung herbeizuführen. Doch nach einer Chance von Altintop (51.) wurde die Partie zusehends ruhiger. "In der zweiten Halbzeit waren wir nicht in der Lage, Schalke zu gefährden, hier fehlte uns der letzte Zug zum Tor. Daher geht der Sieg in Ordnung", konstatierte Becker.

Gute Passquote

Beiden Mannschaften war der fehlende Spielrhythmus anzumerken nach der anstrengenden Vorbereitung ein. Dennoch überzeugten beide Teams mit ihrer Passgenauigkeit: 83 Prozent der Schalker und gar 85 Prozent der Karlsruher Pässe fanden einen Abnehmer in den eigenen Reihen.

KSC-Kapitän Eggimann, der mit 77 Ballkontakten die meisten der Badener verzeichnete, war mit der Vorstellung des Aufsteigers daher auch zufrieden: "In der Bundesliga müssen wir so couragiert spielen wie heute. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Wenn wir das übernehmen können und noch eine Schippe drauflegen, dann gehe ich nicht mit einer negativen Einstellung in die Saison."


bundesliga.de stellt die beiden Teams im Video-Stream vor:

FC Schalke 04:ISDN oder DSL

Karlsruher SC:ISDN oder DSL

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