Vier Tore, zwei Vorlagen, insgesamt sechs Scorer-Punkte - und das in nur drei Spielen. Vedad Ibisevic vom Aufsteiger 1899 Hoffenheim hat zweifellos das beste Saison-Debüt in der Bundesliga gefeiert.

Auch Bielefelds "König" Artur Wichniarek, Patrick Helmes von Bayer Leverkusen oder Klopp-Ziehsohn Neven Subotic von Borussia Dortmund haben mit sehr guten Leistungen, und natürlich Toren, an den ersten drei Spieltagen auf sich aufmerksam gemacht.

Doch auch in den vergangenen Spielzeiten gab es immer wieder Spieler, die bereits in den ersten Wochen für Furore gesorgt haben. bundesliga.de stellt die zehn besten Debütanten der vergangenen Jahre vor.

1. Diego (Werder Bremen, 2006/07)

Das beste Bundesliga-Debüt der vergangenen Jahre feierte zweifelsfrei Diego. Gleich bei seinem ersten Spiel im Oberhaus schoss der Brasilianer das 1:0 gegen Hannover 96 und legte noch zwei weitere Treffer auf. Auch am 2. Spieltag in Leverkusen bereitete Diego zwei Tore vor - damit kam er nach zwei Partien auf fünf Scorerpunkte und bescherte den Bremern einen wunderbaren Saisonstart.

2. Miroslav Klose (Bayern München, 2007/08)

Miroslav Klose hatte einen Traumeinstand beim Rekordmeister: Im ersten Bundesliga-Spiel für die Bayern legte er ein Tor auf und netzte anschließend selbst noch zweimal ein. In seinen ersten sechs Ligaspielen für die Münchner brachte er es auf satte acht Treffer - seitdem hat er in der Bundesliga nur noch dreimal getroffen.

3. Hamit Altintop (Schalke 04, 2003/04)

Nach 58 Minuten in der Bundesliga hatte Altintop schon zwei Treffer erzielt - und Schalke 04 am 1. Spieltag mit 2:0 in Führung gebracht. Der Gegner damals war ein ganz besonderer: Borussia Dortmund. Das Spiel endete 2:2, was am spektakulären Auftritt des gebürtigen Gelsenkircheners nichts änderte.

4. Martin Max (Hansa Rostock, 2003/04)

Mehr geht nicht: Martin Max war in seiner letzten Bundesliga-Saison an den ersten sieben Toren seines neuen Teams beteiligt, sechs davon erzielte er selbst. Mit seinen 20 Saisontreffern stellte er zu seinem Karriereende im Profibereich noch einmal einen persönlichen Bestwert auf.

5. Marcio Amoroso (Borussia Dortmund, 2001/02)

Der Brasil-Borusse legte los wie die Feuerwehr: An den ersten drei Spieltagen traf er in jeder Partie - insgesamt viermal. Mit seinen insgesamt 18 Saisontreffern hatte er nicht nur großen Anteil am Traumstart der Dortmunder mit vier Zu-Null-Siegen in Folge, sondern wurde zusammen mit Martin Max Torschützenkönig und konnte am Ende der Spielzeit die sechste und vorerst letzte Meisterschaft der Schwarz-Gelben feiern.

6. Ailton (Schalke 04, 2004/05)

Mit seinen beiden Treffern vor dem Ligastart im UI-Cup machte Ailton den Schalker Fans große Hoffungen auf den ersehnten Meistertitel. An den ersten beiden Spieltagen blieb der Brasilianer dann aber ohne Tor und krönte seinen Fehlstart bei den Knappen mit einer Roten Karte für eine Tätlichkeit am 3. Spieltag. Damit war der teure Neuzugang erstmal für vier Partien gesperrt.

7. Luca Toni (Bayern München, 2007/08)

Tore, Tore, Tore - das hatten die Verantwortlichen vom italienischen Goalgetter aus Florenz erwartet. Und er traf - an den ersten drei Spieltagen jeweils einmal. Während seiner ersten acht Partien in der Bundesliga blieb Toni nur einmal ohne Treffer und wurde mit 24 Toren gleich in seiner ersten Saison Torschützenkönig der Bundesliga.

8. Sebastian Deisler (Hertha BSC, 1999/00)

Bei seinem Ligadebüt für die "Alte Dame" traf der Jungstar beim 5:2 über Hansa Rostock gleich ins Schwarze und legte einen weiteren Treffer auf. Nach drei Spieltagen hatte Deisler schon vier Scorerpunkte gesammelt (zwei Tore, zwei Assists) - im weiteren Saisonverlauf sollte leider nur noch einer dazukommen.

9. Sergej Barbarez (Borussia Dortmund, 1998/99)

Am 1. Spieltag fand sich der Bosnier auf der Bank wieder und kam lediglich zu einem 15-Minuten-Einsatz. In der Folgewoche stand er in der Startelf - und traf für den BVB prompt im Doppelpack! Schon in Runde 3 war für Barbarez dann wieder Schluss mit lustig: Wegen groben Foulspiels wurde er bei der Partie in Nürnberg vom Platz gestellt.

10. Bachirou Salou (Eintracht Frankfurt, 1999/00)

Furios startete der Togolese mit seinem vierten Bundesliga-Club in die Saison: Am 1. Spieltag traf er für die Hessen gegen Unterhaching und legte einen weiteren Treffer auf. In der Folgewoche netzte Salou dann gleich im Doppelpack ein und bescherte der Eintracht die Tabellenführung! Auch am 3. und 5. Spieltag traf Salou ins Schwarze - dann aber war sein Kanonenpulver verbraucht, zumindest für die Hinrunde.