Erfinderisch ist Otto Rehhagel als sein Busfahrer den Weg zum Böllenfalltor nicht findet. Der Trainer lässt einen Darmstädter Fan im Bus mitfahren - © © imago / WEREK
Erfinderisch ist Otto Rehhagel als sein Busfahrer den Weg zum Böllenfalltor nicht findet. Der Trainer lässt einen Darmstädter Fan im Bus mitfahren - © © imago / WEREK
Bundesliga

Die skurrilsten Fanstorys

Köln - Seit mehr als 50 Jahren lockt die Bundesliga jährlich Millionen Fans in die ausverkauften Stadien. Manche erleben dabei ganz Besonderes - bundesliga.de präsentiert die skurrilsten, witzigsten und außergewöhnlichsten Fanstorys rund um die Bundesliga.

Start mit Hindernissen

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Der Navigator

Im Frühjahr 2009 trafen sich der HSV und Werder Bremen binnen 18 Tagen gleich vier Mal - in Bundesliga, DFB-Pokal und Uefa-Cupl. Im Rückspiel des internationalen Wettbewerbs wurde der HSV das Opfer seiner eigenen Fan-Choreographie. Nach deren Ende flogen nicht mehr benötigte Blätter aufs Feld und damit sie besser fliegen, wurden manche zu Kugeln geformt. Dann passierte das: Etwas mehr als 80 Minuten waren gespielt, als die "Papierkugel Gottes" ins Spiel eingriff. HSV-Verteidiger Michael Gravgaard wollte rund zwei Meter vor der eigenen Torauslinie einen Querpass in Richtung seines Torhüters Frank Rost spielen. Ein eigentlich einfacher Pass. Doch Sekundenbruchteile, bevor der Däne den Ball spielen wollte, rollte dieser über das unscheinbare Hindernis, stieg leicht in die Luft. Gravgaard, mitten in der Bewegung, traf den Ball unkontrolliert mit dem Schienbein und verursachte eine Ecke. Aus der resultierte prompt ein Tor, der HSV verlor 2:3 und schied im Halbfinale aus. Die Papierkugel hat es ins Werder-Museum geschafft.

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Nobelpreisträger auf der Tribüne

Wenn die Mannschaft des FC Bayern in den frühen Achtzigern vom Tegernsee ins Stadion fuhr, verabschiedete sie immer ein geistig behinderter Fan, der sich auf einen Hügel stellte und seine Bayern-Fahne hisste. Nach dem Gewinn der Meisterschaft 1981 nahmen sie ihn spontan im Bus mit und ließen ihn sogar auf der Bank sitzen – aus Dank für seine Zuneigung.

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