Der Aufwärtstrend hält an: Nach dem zweiten Sieg in Folge und dem ersten Heimsieg seit dem 24. Oktober 2010 geht Hannover 96 optimistisch in die letzten acht Partien um den Klassenerhalt.

"Wir haben intensiv gearbeitet und immer an uns geglaubt. Irgendwann wird man dafür belohnt", so Steven Cherundulo nach dem 2:1 über Eintracht Frankfurt. "Die zwei Siege in Folge geben uns das nötige Selbstvertrauen für den Abstiegskampf."

"Diese Fans sind unglaublich"

Mirko Slomka lobte besonders die Moral seiner Mannschaft: "Wir haben sehr gut begonnen und sind verdient in Führung gegangen. Das 1:1 vor der Pause haben wir gut weggesteckt. Wir haben sehr leidenschaftlich gespielt und gekämpft. Die Spieler haben sich in jeden Ball geworfen und sich den Sieg verdient", so der Trainer, der sich besonders für die Unterstützung von den Rängen bedankte. "Diese Fans sind unglaublich."

"Natürlich haben wir im Training immer hart, konzentriert und intensiv gearbeitet, aber nach dem Sieg in Freiburg kam auch noch der Spaß dazu. Das war ein Befreiungsschlag", beschrieb der 42-Jährige gegenüber bundesliga.de die Woche vor dem Frankfurt-Spiel.

"Internationale Plätze kein Thema mehr"

Während man in Hannover fest an den Klassenerhalt glaubt, schreibt man bei Eintracht Frankfurt die letzte kleine Hoffnung auf einen Platz im internationalen Geschäft ab.

"Wenn man dreimal in Folge verliert, muss man sich nicht wundern, wenn andere Vereine an einem vorbeiziehen", sind "internationale Plätze" für Michael Skibbe nach dem Sturz von Rang acht auf zehn "kein Thema mehr".

"Erste Halbzeit verschlafen"

Über den Grund der Pleite beim Drittletzten der Tabelle waren sich alle Beteiligten auf Seiten der Hessen einig. "Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt und jegliche Ordnung vermissen lassen", bemängelte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Eine Meinung, der sich alle Beteiligten anschlossen.

"Wir sind erst sehr spät ins Spiel gekommen", so Patrick Ochs. "In der zweiten Hälfte haben wir dann auch mit nur zehn Mann gut mitgehalten." Das sieht auch Skibbe so: "Die ersten 20 Minuten war ich mit meiner Mannschaft total unzufrieden. Nach dem 0:1 haben wir ordentlich Fußball gespielt. Da kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Frankfurt denkt schon an kommende Saison

Abstieg ist bei der die "launische Diva" vom Main erstmals seit Jahren schon frühzeitig in der Saison kein Thema mehr, nach oben ist der Zug abgefahren.

"Das ist aber kein Grund, mit dem Fußballspielen aufzuhören", stellt der Trainer klar. "Wir werden weiter voll konzentriert zur Sache gehen und können jetzt schon auf die kommende Saison hinarbeiten."

Dass sich die Hessen nicht in Zufriedenheit wiegen, bewiesen die Spieler in Hannover. Nicht die abstiegsbedrohten "Roten", sondern die Mannschaft aus dem gesicherten Bereich der Tabelle fiel durch teilweise übertriebenen Einsatz auf.

Ohne Drei gegen die Bayern

Mit Folgen: Ausgerechnet gegen den FC Bayern München am kommenden Samstag müssen die Hessen mit den Gelb-Rot gesperrten Selim Teber und Maik Franz sowie auf Patrick Ochs, der sich eine Gelbsperre einhandelte, verzichten.

Drei wichtige Leistungsträger fehlen gegen den Rekordmeister, aber "über die Aufstellung gegen Bayern habe ich mir noch keine Gedanken gemacht", so Skibbe nach der Partie zu bundesliga.de.

Aus der AWD-Arena berichtet Jürgen Blöhs