1997 war das Geburtsjahr für den Ligapokal. Bis dahin spielten der Meister und der Pokalsieger den Supercup aus. bundesliga.de blickt zurück.

Bis zum Jahr 1997 spielten der Meister und der Pokalsieger den Supercup immer unmittelbar vor dem ersten Saisonspiel unter sich aus.

Das sollte sich im neu gegründeten Ligapokal ändern: Neben den beiden Titelträgern spielten vier weitere Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel mit - eine klare sportliche Aufwertung des neuen Wettbewerbs.

Einfacher Modus

Der Modus war einfach: Der Meister und der Pokalsieger waren gesetzt - in der Vorrunde spielten die vier Top-Teams gegeneinander.

1997 gab es gleich eine faustdicke Überraschung: In Aue setzte sich der krasse Außenseiter Karlsruher SC im Elfmeterschießen gegen den haushohen Favoriten Bayer Leverkusen mit 6:5 durch.

Klarer Sieg

Borussia Dortmund, damals frischgebackener Champions-League-Sieger, setzte sich unter dem neuen Trainer Nevio Scala im zweiten Vorrundenspiel in Koblenz mit 1:0 gegen den VfL Bochum durch.

Im Halbfinale war für den KSC dann Endstation: Gegen Pokalsieger VfB Stuttgart gab es in Osnabrück ein deutliches 0:3.

Spannung pur

Spannung pur dann beim zweiten Halbfinale zwischen den Bayern und dem BVB in Augsburg. Der FC Bayern, bei dem Bixente Lizarazu seinen Einstand gab, zeigte eine starke Leistung und besiegte den BVB klar mit 2:0 - das Finale in Leverkusen gegen den VfB war erreicht.

In der BayArena sahen die Zuschauer eine abwechslungsreiche Partie, in der der Ex-Stuttgarter und Neu-Münchner Giovane Elber beim 2:0-Erfolg einen Treffer beisteuerte. Schon gegen Dortmund traf der Brasilianer für seinen neuen Arbeitgeber. Der Rekordmeister sicherte sich dank des 2:0-Sieges im Finale den ersten Saisontitel und den ersten Ligapokal-Titel überhaupt.

Erste Bilanz

Die Bilanz des damals neu gegründeten Wettbewerbs konnte sich sehen lassen: Viele Fans strömten in die Stadien, die Stimmung war bestens. 'Das Konzept mit Spielen auf den weißen Flecken der Fußball-Landkarte ist richtig", sagte daher auch der damalige DFB-Ligaausschussvorsitzende und VfB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder.

Oliver Grothmann