Bayern München, der FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen liefern sich einen harten Dreikampf an der Bundesliga-Spitze, bei dem es in den nächsten Wochen zum Showdown kommt. Schon am 28. Spieltag (27. März) empfängt Bayer Leverkusen den aktuellen Tabellenzweiten Schalke 04. Eine Woche später gastiert der FC Bayern bei den "Königsblauen", bevor am 10. April Leverkusen die Münchner zu Gast hat.

bundesliga.de präsentiert in einer Interview-Serie vor dem 27. Spieltag zu jedem Verein einen prädestinierten Experten. Heute: Ulf Kirsten.

Kirsten ging zwischen 1990 und 2003 für die "Werkself" - übrigens seine einzige Station in der Bundesliga - auf Torejagd. Und das überaus erfolgreich: 182 Tore in 350 Partien standen letztlich für ihn zu Buche.

Der "Schwatte", der schon zu DDR-Zeiten ein unumstrittener Star war, avancierte mit seinem Kampfgeist und seinen Treffern dann auch am Rhein in Windeseile zum absoluten Publikumsliebling.

Seit 2005 trainiert der 44-Jährige die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen und ist damit auch heute noch tagtäglich nah dran an den Profis.

bundesliga.de: Bayern, Schalke und Leverkusen bilden die Spitzengruppe in der Bundesliga. Wer wird Deutscher Meister und warum?

Ulf Kirsten: Letztlich muss man immer die Bayern nennen, das hat die Vergangenheit gezeigt. Wir sind drei Punkte hinten dran und kommen aus der Lauerstellung. Die Bayern haben die meiste Erfahrung da oben und können am besten mit Druck umgehen. Wenn alle Verletzten wieder dabei sind, haben sie die beste Mannschaft. Felix Magath hat sicherlich von den drei Trainern die größte Erfahrung im Meisterschaftskampf - wobei Jupp Heynckes ist ja auch ein alter Hase… Nach der aktuellen Tabellensituation sind die Bayern vorn und haben daher die größten Chancen.

bundesliga.de: Was werden die entscheidenden Faktoren im Endspurt um den Titel sein?

Kirsten: Gegen die kleineren Mannschaften tun sich alle ein bisschen schwerer. Obwohl man natürlich bei den Bayern die Doppelbelastung mit ihren internationalen Partien sehen muss und die Verletzungsprobleme - das macht die Sache nicht einfacher. Allerdings haben wir in Nürnberg gepatzt, die Bayern hätte es fast jetzt gegen Freiburg erwischt. Wer so ein bisschen obenauf ist, sind die Schalker. Die agieren nicht so spektakulär und sind spielerisch nicht so überragend, aber spielen sehr konstant.