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Die Bundesliga trauert um Gerhard Mayer-Vorfelder

Frankfurt - Der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des VfB Stuttgart, Gerhard Mayer-Vorfelder, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball zum Tod von Gerhard Mayer-Vorfelder:

Gerhard Mayer-Vorfelder machte sich Zeit seines Lebens als Sportfunktionär um den deutschen Fußball verdient. Zwischen 1986 und 2000 war er DFB-Ligaausschuss-Vorsitzender, zuletzt Ehrenangehöriger des Ligaverbandes.

"Mit Gerhard Mayer-Vorfelder verliert der deutsche Fußball eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten, vor allem durch sein Wirken für den Profifußball hat er Maßstäbe gesetzt. Für den damals noch beim Deutschen Fußball-Bund angesiedelten Profifußball war Gerhard Mayer-Vorfelder als Ligaausschuss-Vorsitzender zwischen 1986 und 2000 ein großartiger Impulsgeber und Motor auf dem Weg in die Eigenständigkeit der Bundesliga und der 2. Bundesliga durch die Gründung des Ligaverbandes vor 15 Jahren. Als Präsident des VfB Stuttgart von 1975 bis 2000 war Gerhard Mayer-Vorfelder mit den Belangen des Profifußballs unmittelbar überaus gut vertraut. Verdientermaßen wurde er für sein Schaffen als Ehrenangehöriger des Ligaverbandes gewürdigt. In der Bundesliga-Stiftung war Gerhard Mayer-Vorfelder Kuratoriumsmitglied.

Weitere Reaktionen:

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Mit Gerhard Mayer-Vorfelder geht eine prägende Figur des deutschen Fußballs. Ich habe ihn in all den Jahren immer als gradlinigen, entschlossenen und kompetenten Menschen kennen gelernt, der sich mit viel Engagement für den Sport eingesetzt hat und dabei immer die Bedürfnisse der Spieler im Blick hatte."

Bernd Wahler (Präsident VfB Stuttgart): "Der Tod unseres Ehrenpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder ist ein großer Verlust für die VfB-Familie. Mit ihm verlieren wir eine der prägendsten Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte und des deutschen Fußballs. Der VfB hat Gerhard Mayer-Vorfelder sehr viel zu verdanken. Er war ein weitsichtiger Vordenker, der sich mit Herzblut für die Interessen seines VfB und des gesamten Fußballs eingesetzt hat."

Joachim Löw (Bundestrainer): "Mich stimmt die Nachricht vom Tod von Gerhard Mayer-Vorfelder sehr traurig und meine Gedanken sind bei seiner Frau Margit und seiner Familie. Gleichzeitig verbinden mich viele positive Erinnerungen und Erlebnisse mit 'MV', sowohl aus unserer gemeinsamen Zeit in Stuttgart, wo ich ihn als Spieler und Trainer kennenlernen durfte, als auch später beim DFB. Er war eine starke Persönlichkeit mit einer riesigen Fußballkompetenz, mit ihm konnte man wunderbar über Fußball diskutieren, auch kontrovers. Für ihn standen neben dem Erfolg die Belange der Aktiven stets im Mittelpunkt, für uns hatte er immer ein offenes Ohr, sein Blick ging über den Tellerrand hinaus. Ich bin ihm für vieles sehr dankbar."